Brexit-Folgen: Preise für IT von HP und Dell steigen in Großbritannien
Nutzer in Großbritannien und Nordirland müssen laut Ars Technica UK(öffnet im neuen Fenster) mit steigenden IT-Ausgaben rechnen. Grund sind die Veränderungen des Wechselkurses zum US-Dollar. Das britische Pfund hat als Folge des sogenannten Brexits, dem geplanten EU-Austritt Großbritanniens, an Wert verloren.
Sowohl Dell als auch HP haben eine Preiserhöhung von rund zehn Prozent angekündigt. HP wird die Preiserhöhung zum 1. August durchsetzen. Gerüchten zufolge soll auch Cisco die Preise erhöhen. Dafür gibt es aber noch keine Bestätigung.
In Folge von Wechselkursänderungen, insbesondere zum US-Dollar, in dem viele IT-Unternehmen abrechnen, kommt es immer wieder zu Preiserhöhungen. Auch in Russland gab es vor rund anderthalb Jahren Preisanpassungen aufgrund extremer Wechselkursänderungen. Kursänderungen zum Euro haben sich in den vergangenen Jahren ebenfalls negativ bemerkbar gemacht, allerdings nicht so schnell wie jetzt nach dem Referendum.
So hat Apple die Preise für Apps in der EU Anfang 2015 um zehn Prozent erhöht. Die Hardware folgte kurz darauf. Diese Preiserhöhung betraf auch Großbritannien und Nordirland(öffnet im neuen Fenster).
Bei Apple fallen aufgrund der fixen Preise und des kleinen, selten aktualisierten Produktportfolios Preiserhöhungen stärker auf, während die Windows-PC-Hersteller Erhöhungen durch eine große Anzahl von SKUs und neue Serien kaschieren können. Die Brexit-Folgen wollen die PC-Hersteller offenbar schneller und damit auffälliger lösen. Das zeigt auch, dass die Firmen nicht von einem kurzfristigen Effekt ausgehen. Apple hingegen hat seine Preise in Großbritannien und Nordirland bisher nicht erhöht, ist in solchen Belangen aber häufig langsam. Die großen Margen des Herstellers lassen mehr Spielraum, langsamer zu reagieren.
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