Abo
  • Services:

Brexit: EU schließt Großbritannien von Galileo aus

Die EU hat den Kauf von neuen Satelliten für das Satellitennavigationssystem Galileo beschlossen. Wegen des bevorstehenden Brexits werden britische Unternehmen aber voraussichtlich keine Aufträge mehr bekommen.

Artikel veröffentlicht am ,
Galileo-Satelliten auf einer Ariane-5-Rakete (Symbolbild): kein Zugang zum verschlüsselten Dienst
Galileo-Satelliten auf einer Ariane-5-Rakete (Symbolbild): kein Zugang zum verschlüsselten Dienst (Bild: Pierre Carril/Esa)

Der Brexit ist zwar noch nicht vollzogen, aber die britische Industrie bekommt die Auswirkungen des Austritts aus der Europäischen Union (EU) bereits zu spüren: Britische Unternehmen werden voraussichtlich von der Vergabe weiterer Aufträge für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo ausgeschlossen. Das haben die übrigen EU-Mitgliedstaaten beschlossen.

Stellenmarkt
  1. SSI SCHÄFER IT Solutions GmbH, verschiedene Einsatzorte (Home-Office möglich)
  2. LivaNova Deutschland GmbH, München

Bei der Abstimmung ging es um die Beschaffung von zwölf neuen Satelliten für Galileo im Wert von rund 400 Millionen Euro. Großbritannien wollte die Abstimmung aufschieben, bis eine Einigung über eine weitere Beteiligung Großbritanniens an dem Satellitennavigationssystem erzielt ist. Durch die Entscheidung hätten britische Unternehmen praktisch keine Chance mehr, Aufträge zu bekommen, berichtet die BBC.

Der britische Wissenschaftsminister Sam Gyimah sagte, die britische Regierung wolle auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag zu Galileo leisten. Mit ihrer Entscheidung habe die EU-Kommission das jedoch gefährdet. Gyimah sagte, da die EU Großbritannien ausschließe, werde sich das Land nach Alternativen umsehen. Britische Regierungskreise hatten schon früher den Aufbau eines eigenen Satellitennavigationssystems erwogen.

Wenn der Brexit im März kommenden Jahres in Kraft tritt, wird Großbritannien nach Angaben der Europäischen Kommission von der Nutzung des regulierten Dienstes (Public Regulated Service, PRS) ausgeschlossen. Der verschlüsselte PRS gilt als ein Schlüsselelement des Navigationssystems. Der Dienst ist für sicherheitsrelevante Anwendungen gedacht, nutzen sollen ihn unter anderem Behörden wie Polizei oder Zoll, das Militär und Rettungsdienste.

Großbritannien besteht darauf, weiterhin an Galileo beteiligt zu werden und alle Dienste des Systems zu nutzen. Der PRS steht jedoch nur den EU-Mitgliedern zur Verfügung. Großbritannien wird nach Ansicht der EU nach dem Austritt ein Drittstaat sein.

Die Briten wollen raus

Die britischen Wähler hatten sich 2016 in einem Volksentscheid für einen Austritt aus der Union entschieden, der zum 19. März 2019 vollzogen werden soll. Derzeit verhandeln die britische Regierung und die EU über die Modalitäten.

Das Satellitennavigationssystem Galileo ist seit Dezember 2016 in Betrieb. 2020 soll es vollständig sein. Britische Unternehmen waren entscheidend am Aufbau des Systems beteiligt. Der britische Staat hat einen nicht unerheblichen Anteil der Kosten von Galileo getragen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 68,08€ (Bestpreis!)
  2. 254,93€
  3. (aktuell Canon EOS 200D inkl. Objektiv 18-55 mm für 444€ - Bestpreis!)
  4. 137,94€ (Ersparnis ca. 50€)

Peter Brülls 01. Aug 2018

Du meinst wie all die Firmen die in Großbritannien investiert haben?

Peter Brülls 01. Aug 2018

Wird nicht passieren. Die Kündigung wurde ausgesprochen, der späteste Termin steht...

brutos 01. Aug 2018

Wenn die wenigstens brauchbare Uhren bauen könnten .... https://www.golem.de/news...

SanderK 05. Jul 2018

Nicht lustig machen, nur weil was Flach ist, muss es ja nicht keine Andere Seite haben...

Subotai 04. Jul 2018

Die ziehen doch schon jetzt nach Frankfurt. So schnell wird man die nicht los.


Folgen Sie uns
       


Apple iPhone Xr - Test

Das iPhone Xr kostet 300 Euro weniger als das iPhone Xs, bietet aber das gleiche SoC und viele andere Ausstattungsmerkmale des teureren Modells. Unterschiede gibt es bei der Kamera und dem Display: Das iPhone Xr hat keine Dualkamera und anstelle eines OLED-Bildschirms kommt ein LCD zum Einsatz.

Apple iPhone Xr - Test Video aufrufen
E-Mail-Verschlüsselung: 90 Prozent des Enigmail-Codes sind von mir
E-Mail-Verschlüsselung
"90 Prozent des Enigmail-Codes sind von mir"

Der Entwickler des beliebten OpenPGP-Addons für Thunderbird, Patrick Brunschwig, hätte nichts gegen Unterstützung durch bezahlte Vollzeitentwickler. So könnte Enigmail vielleicht endlich fester Bestandteil von Thunderbird werden.
Ein Interview von Jan Weisensee

  1. SigSpoof Signaturen fälschen mit GnuPG
  2. Librem 5 Purism-Smartphone bekommt Smartcard für Verschlüsselung

Battlefield 5 im Test: Klasse Kämpfe unter Freunden
Battlefield 5 im Test
Klasse Kämpfe unter Freunden

Umgebungen und Szenario erinnern an frühere Serienteile, das Sammeln von Ausrüstung motiviert langfristig, viele Gebiete sind zerstörbar: Battlefield 5 setzt auf Multiplayermatches für erfahrene Squads. Wer lange genug kämpft, findet schon vor der Erweiterung Firestorm ein bisschen Battle Royale.

  1. Dice Raytracing-Systemanforderungen für Battlefield 5 erschienen
  2. Dice Zusatzinhalte für Battlefield 5 vorgestellt
  3. Battle Royale Battlefield 5 schickt 64 Spieler in Feuerring

Amazons Echo Show (2018) im Test: Auf keinem anderen Echo-Gerät macht Alexa so viel Freude
Amazons Echo Show (2018) im Test
Auf keinem anderen Echo-Gerät macht Alexa so viel Freude

Die zweite Generation des Echo Show ist da. Amazon hat viele Kritikpunkte am ersten Modell beseitigt. Der Neuling hat ein größeres Display als das Vorgängermodell und das sorgt für mehr Freude bei der Benutzung. Trotz vieler Verbesserungen ist nicht alles daran perfekt.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Update für Alexa-Display im Hands on Browser macht den Echo Show viel nützlicher
  2. Amazon Echo Show mit Browser, Skype und großem Display

    •  /