• IT-Karriere:
  • Services:

Brexit: EU schließt Großbritannien von Galileo aus

Die EU hat den Kauf von neuen Satelliten für das Satellitennavigationssystem Galileo beschlossen. Wegen des bevorstehenden Brexits werden britische Unternehmen aber voraussichtlich keine Aufträge mehr bekommen.

Artikel veröffentlicht am ,
Galileo-Satelliten auf einer Ariane-5-Rakete (Symbolbild): kein Zugang zum verschlüsselten Dienst
Galileo-Satelliten auf einer Ariane-5-Rakete (Symbolbild): kein Zugang zum verschlüsselten Dienst (Bild: Pierre Carril/Esa)

Der Brexit ist zwar noch nicht vollzogen, aber die britische Industrie bekommt die Auswirkungen des Austritts aus der Europäischen Union (EU) bereits zu spüren: Britische Unternehmen werden voraussichtlich von der Vergabe weiterer Aufträge für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo ausgeschlossen. Das haben die übrigen EU-Mitgliedstaaten beschlossen.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Bonn
  2. Gesellschaft 2020 GmbH, Wuppertal

Bei der Abstimmung ging es um die Beschaffung von zwölf neuen Satelliten für Galileo im Wert von rund 400 Millionen Euro. Großbritannien wollte die Abstimmung aufschieben, bis eine Einigung über eine weitere Beteiligung Großbritanniens an dem Satellitennavigationssystem erzielt ist. Durch die Entscheidung hätten britische Unternehmen praktisch keine Chance mehr, Aufträge zu bekommen, berichtet die BBC.

Der britische Wissenschaftsminister Sam Gyimah sagte, die britische Regierung wolle auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag zu Galileo leisten. Mit ihrer Entscheidung habe die EU-Kommission das jedoch gefährdet. Gyimah sagte, da die EU Großbritannien ausschließe, werde sich das Land nach Alternativen umsehen. Britische Regierungskreise hatten schon früher den Aufbau eines eigenen Satellitennavigationssystems erwogen.

Wenn der Brexit im März kommenden Jahres in Kraft tritt, wird Großbritannien nach Angaben der Europäischen Kommission von der Nutzung des regulierten Dienstes (Public Regulated Service, PRS) ausgeschlossen. Der verschlüsselte PRS gilt als ein Schlüsselelement des Navigationssystems. Der Dienst ist für sicherheitsrelevante Anwendungen gedacht, nutzen sollen ihn unter anderem Behörden wie Polizei oder Zoll, das Militär und Rettungsdienste.

Großbritannien besteht darauf, weiterhin an Galileo beteiligt zu werden und alle Dienste des Systems zu nutzen. Der PRS steht jedoch nur den EU-Mitgliedern zur Verfügung. Großbritannien wird nach Ansicht der EU nach dem Austritt ein Drittstaat sein.

Die Briten wollen raus

Die britischen Wähler hatten sich 2016 in einem Volksentscheid für einen Austritt aus der Union entschieden, der zum 19. März 2019 vollzogen werden soll. Derzeit verhandeln die britische Regierung und die EU über die Modalitäten.

Das Satellitennavigationssystem Galileo ist seit Dezember 2016 in Betrieb. 2020 soll es vollständig sein. Britische Unternehmen waren entscheidend am Aufbau des Systems beteiligt. Der britische Staat hat einen nicht unerheblichen Anteil der Kosten von Galileo getragen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 99,00€
  2. (u. a. Need for Speed Most Wanted, NfS: The Run, Mass Effect 3, Dragon Age 2, Kingdoms of Amalur...
  3. 649€ mit Gutscheincode PSUPERTECH10
  4. (u. a. FIFA 20 Xbox One 33,99€, Terminator Resistance 24,49€)

Peter Brülls 01. Aug 2018

Du meinst wie all die Firmen die in Großbritannien investiert haben?

Peter Brülls 01. Aug 2018

Wird nicht passieren. Die Kündigung wurde ausgesprochen, der späteste Termin steht...

brutos 01. Aug 2018

Wenn die wenigstens brauchbare Uhren bauen könnten .... https://www.golem.de/news...

SanderK 05. Jul 2018

Nicht lustig machen, nur weil was Flach ist, muss es ja nicht keine Andere Seite haben...

Subotai 04. Jul 2018

Die ziehen doch schon jetzt nach Frankfurt. So schnell wird man die nicht los.


Folgen Sie uns
       


Datenbasierte Archäologie im DAI

Idai World ist ein System, um archäologische Daten aufzubereiten und online zugänglich zu machen. Benjamin Ducke vom Deutschen Archäologischen Institut stellt es vor.

Datenbasierte Archäologie im DAI Video aufrufen
Netzwerke: Warum 5G nicht das bessere Wi-Fi ist
Netzwerke
Warum 5G nicht das bessere Wi-Fi ist

5G ist mit großen Marketing-Versprechungen verbunden. Doch tatsächlich wird hier mit immensem technischem und finanziellem Aufwand überwiegend das umgesetzt, was Wi-Fi bereits kann - ohne dessen Probleme zu lösen.
Eine Analyse von Elektra Wagenrad

  1. Rechenzentren 5G lässt Energiebedarf stark ansteigen
  2. Hamburg Telekom startet 5G in weiterer Großstadt
  3. Campusnetze Bisher nur sechs Anträge auf firmeneigenes 5G-Netz

Jobs: Spielebranche sucht Entwickler (m/w/d)
Jobs
Spielebranche sucht Entwickler (m/w/d)

Die Hälfte aller Gamer ist weiblich. An der Entwicklung von Spielen sind aber nach wie vor deutlich weniger Frauen beteiligt.
Von Daniel Ziegener

  1. Medizinsoftware Forscher finden "rassistische Vorurteile" in Algorithmus
  2. Mordhau Toxische Spieler und Filter für Frauenhasser

Weltraumsimulation: Die Star-Citizen-Euphorie ist ansteckend
Weltraumsimulation
Die Star-Citizen-Euphorie ist ansteckend

Jubelnde Massen, ehrliche Entwickler und ein 30 Kilogramm schweres Modell des Javelin-Zerstörers: Die Citizencon 2949 hat gezeigt, wie sehr die Community ihr Star Citizen liebt. Auf der anderen Seite reden Entwickler Klartext, statt Marketing-Floskeln zum Besten zu geben. Das steckt an.
Ein IMHO von Oliver Nickel

  1. Theatres of War angespielt Star Citizen wird zu Battlefield mit Raumschiffen
  2. Star Citizen Mit der Carrack ins neue Sonnensystem
  3. Star Citizen Squadron 42 wird noch einmal verschoben

    •  /