Brexit: Autohersteller warnen vor ungeregeltem EU-Ausstieg

Der britische Premierminister Boris Johnson will Großbritannien am 31. Oktober aus der Europäischen Union führen, auch ohne ein Abkommen. Die Automobilbranche befürchtet bei einem ungeregelten Brexit schwere Einbußen.

Artikel veröffentlicht am ,
Autotransportzug (Symbolbild): Der Brexit ist nicht nur ein britisches Problem.
Autotransportzug (Symbolbild): Der Brexit ist nicht nur ein britisches Problem. (Bild: David Hecker/Getty Images)

Gemeinsam gegen Boris Johnson: Die europäischen Autohersteller sorgen sich um die Folgen eines Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) ohne Abkommen. Ein sogenannter No-Deal-Brexit werde die Branche schwer treffen, heißt es in einer Erklärung von 23 Hersteller- und Zuliefererverbänden.

Stellenmarkt
  1. Team Manager (m/w/d) Storage & Backup Solutions
    OEDIV KG, Bielefeld
  2. DevOps Engineer (m/w/d) im Bereich Service Operations
    ASCon Systems GmbH, Stuttgart,Mainz,München
Detailsuche

Die Automobilbranche brauche die Vorteile des Binnenmarktes und der Zollunion. Ein Austritt Großbritanniens aus der EU ohne Abkommen "würde zu einer seismischen Veränderung der Handelsbedingungen führen", schreiben die Verbände. Ein Ende des barrierefreien Handels könnte Zölle in Milliardenhöhe bedeuten. Leidtragende seien die Kunden und Verbraucher sowohl in Großbritannien als auch auf dem Kontinent. Zudem könne das Ende des Freihandels den Just-in-Time-Betrieb empfindlich stören.

"Die Automobilindustrie der EU und des Vereinigten Königreichs braucht einen reibungslosen Handel und würde durch zusätzliche Zölle und Verwaltungslasten für Autoteile und Fahrzeuge erheblich geschädigt", sagte Bernhard Mattes, noch Präsident des deutschen Verbands der Automobilindustrie. Er rief die EU und Großbritannien auf, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um ein Brexit ohne Abkommen zu vermeiden.

Christian Peugeot, Präsident des französischen Verbandes Comité des Constructeurs Français d'Automobiles (CCFA), betonte, dass der Austritt Großbritanniens aus der EU die ganze Branche angehe. "Brexit ist nicht nur ein britisches Problem, die ganze europäische Automobilindustrie und darüber hinaus ist betroffen", sagte er. "Sei es als Exporteur auf den britischen Markt oder als Produzent vor Ort, was wir beides sind - es wird uns unweigerlich treffen."

Golem Akademie
  1. C++ Programmierung Basics: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    15.–19. November 2021, virtuell
  2. Cloud Computing mit Amazon Web Services (AWS): virtueller Drei-Tage-Workshop
    14.–16. Februar 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Großbritannien sollte bereits Ende März aus der EU austreten; der Termin ist auf den 31. Oktober verschoben worden. Ein Abkommen, das Johnsons Vorgängerin Teresa May mit der EU verhandelt hatte, lehnten die Parlamentarier in London ab. Johnson will an dem Austritt m 31. Oktober festhalten, auch um den Preis eines No-Deal-Brexits. Den untersagte das Parlament jedoch per Gesetz.

Laut den Verbänden werden in Europa pro Jahr 19,1 Millionen Fahrzeuge produziert. In der Automobilbranche arbeiten 13,8 Millionen Menschen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


ChMu 24. Sep 2019

Seit wann? Wo sollen die herkommen? Just in Time? Was bekommen sie aus England? Just in...

Anonymer Nutzer 24. Sep 2019

Unabhängig vom Weltgeschehen sind wir gerade auch beim Konjunkturtief angelangt, das...

Faksimile 23. Sep 2019

Doch. Die britische Bauindustrie (solange sie nicht von Festlandprodukten abhängig ist...

nille02 23. Sep 2019

Hätte ja niemand ahnen können! Plötzlich ist er da, der Bexit, oder eben auch nicht...

dEEkAy 23. Sep 2019

... hat ja keiner ahnen können, dass der Brexit irgendwann passiert. Sorry, aber wer sich...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kickstarter
Die Pibox ist ein Mini-NAS mit Raspberry Pi

Auf Basis des Raspberry Pi CM 4 entsteht die Pibox. Mittels Carrier-Platinen können daran zwei 2,5-Zoll-Laufwerke angeschlossen werden.

Kickstarter: Die Pibox ist ein Mini-NAS mit Raspberry Pi
Artikel
  1. Quartalsbericht: Apple erwartet große Probleme in den Lieferketten
    Quartalsbericht
    Apple erwartet große Probleme in den Lieferketten

    Apple meldet Rekordergebnisse und einen 12-Monats-Gewinn von fast 100 Milliarden US-Dollar, warnt jedoch vor Unterbrechungen der Lieferketten.

  2. Neuer Firmenname: Aus Facebook wird Meta
    Neuer Firmenname
    Aus Facebook wird Meta

    Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat den Namen der neuen Dachgesellschaft seiner Dienste genannt. Dieser lehnt sich stark an das geplante Metaversum an.

  3. Quartalsbericht: Amazon kämpft mit höheren Kosten und weniger Wachstum
    Quartalsbericht
    Amazon kämpft mit höheren Kosten und weniger Wachstum

    Der neue Amazon-Vorstandschef sieht auch im vierten Quartal weniger Wachstum wegen Investitionen und Problemen in den Lieferketen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • WD Black SN750 1TB 89,90€ • Acer 27" FHD 165Hz 191,59€ • PS5 Digital + 2. Dualsense + 100€-Amazon-Gutschein mit o2-Vertrag sofort lieferbar • Kingston 1TB PCIe 69,90€ • GTA Trilogy Definitive 59,99€ • Alternate-Deals (u. a. Apacer 960GB SATA 82,90€) [Werbung]
    •  /