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Brettspiele und Games: Die Kunst, das Feeling des Spiels einzufangen

Zu jedem Brettspiel eine App und zu jedem Game eine Version für den Wohnzimmertisch: Statt Brettspiele zu verdrängen, haben Computerspiele das Genre bereichert - und spannende neue Formate inspiriert.

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Von Monopoly gibt es inzwischen eine Fallout-Version.
Von Monopoly gibt es inzwischen eine Fallout-Version. (Bild: Winning Moves)

Seit mehr als 4.500 Jahren gab es Brettspiele, als 1950 das erste Computerspiel erschien: das Schachprogramm Turochamp. In der Folge drohten die Games, ihre Vorgänger in rasender Geschwindigkeit zu verdrängen. Überspitzt formuliert: Die älteren Semester zockten Scrabble und Mensch ärgere dich nicht, die jüngeren Mario und Call of Duty. Doch das Brettspiel hat überlebt - indem es den kleinen Bruder umarmt hat.

Inhalt:
  1. Brettspiele und Games: Die Kunst, das Feeling des Spiels einzufangen
  2. Spieleklassiker mit Game-Lizenzen kombinieren

Heutzutage gibt es zu fast jedem Brettspiel die entsprechende App, und immer mehr digitale Games werden für den Wohnzimmertisch adaptiert. "Wir bauen Produkte ganzheitlich auf", erklärt Kay Bainroth von Ravensburger. Wie anderen Spieleverlagen geht es dem Unternehmen darum, Spiele für alle Kanäle anzubieten, so dass der Kunde immer das Richtige für sich findet. Dabei entstehen spannende Verbindungen.

Im ICE ist ein Riesenpuzzle unpraktisch

Civilization ist sicher das bekannteste Beispiel dafür. Die Firma Hartland Trefoil veröffentlichte bereits 1980 ein Brettspiel namens Civilization. Sid Meier ließ sich davon nach eigener Aussage bei der Entwicklung des Computerspiels Civilization (1991) inspirieren; die Reihe diente dann ihrerseits als Vorlage für mehrere Brett- und Kartenspiele. Die jeweiligen Plattformen haben jeweils ihre ganz eigenen Anforderungen und müssen gut miteinander harmonieren.

Der Traditionsverlag Ravensburger entwickelt seit einigen Jahren Hybridspiele, die eine Brücke zwischen Game und Gesellschaftsspiel schlagen. Dazu zählen einerseits Produkte mit eigenständigen elektronischen Komponenten, zum Beispiel Wer War's? oder das Tiptoi-Lernsystem. In die zweite Kategorie fallen Produkte, die sich mittels Smartphone-App sinnvoll erweitern lassen, zum Beispiel Scotland Yard. Das Strategiespiel lässt sich wahlweise mit oder ohne Begleit-App spielen. Mister X muss bestimmte Treffpunkte ansteuern, die ihm via Smartphone mitgeteilt werden; die Verfolger nutzen Augmented Reality, um etwa das Spielfeld per Radar zu scannen.

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Drittens bietet Ravensburger eine Vielzahl von App-Umsetzungen seiner Spieleklassiker für iOS und Android an, zum Beispiel Das verrückte Labyrinth und Memory. "Wir haben breit aufgestellte Entwicklerteams, die das gesamte Segment durchdenken. Macht eine App zum Brettspiel Sinn? Wenn ja, was muss sie erfüllen? Ist sie Teil des Spiels, ist sie Teil des Marketings? Brauchen wir dazu eine Webseite, wollen wir dazu eine Community aufbauen?", erklärt Beinroth. Jedes Nutzungsszenario werde dabei berücksichtigt: Wenn der Nutzer "im ICE sitzt und drei Stunden Zeit hat, kann er zwar kein 1.000er-Puzzle auspacken. Aber er kann eine Puzzle-App von Ravensburger spielen", sagt Beinroth.

Es darf keine stumpfe Kopie sein

Dabei wird sehr genau darauf geachtet, dass etwa Smartphone-Zusatzprogramme das Brettspielerlebnis tatsächlich bereichern - und nicht den Spaß am Spiel verderben. "Da gibt es ganz unterschiedliche Ansätze", erläutert Beinroth. "Einer ist, dass das Device die Spielleitung übernimmt. Ein anderer ist, dass es ganz neue Spielelemente hinzufügt."

Spieleklassiker mit Game-Lizenzen kombinieren 
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MickeyKay 08. Nov 2017

Da liegt schon der Fehler: Spielvorbereitung und Anleitung verinnerlichen macht man...

Fushimi 26. Okt 2017

Lief zuletzt bei kickstarter als Kampagne. Bin sehr gespannt, wie die Umsetzung am Ende...

emuuu 26. Okt 2017

Ich habe es z.B. für Scotland Yard. Wobei man hier sagen muss, dass ich gerade den AR...

derKlaus 25. Okt 2017

Geht sogar noch weiter: Das waren schon immer Asmodee Spiele. Die Titel sind ja die...

Umaru 25. Okt 2017

kwT.


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