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Und das Brett?

Auch Fans reiner Brettspiele können sich über positive Entwicklungen freuen. Johannes Jaeger, der die Brettspiel Con 2019 organisiert hat, sieht vor allem zwei Trends auf dem Markt. Einer sind Detektivspiele, "also Spiele, bei denen man wirklich zum Ermittler wird". Die Spieler untersuchen Tatorte, sammeln Beweise und verhören Zeugen. Zu den derzeit bekanntesten Genre-Vertretern zählt auch Detective: A Modern Crime Board Game, das ebenfalls auf der Con gezeigt wurde.

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Der andere Trend ist das Genre Roll 'n Write. Titel wie Qwixx oder Noch Mal! haben gemein, dass Spieler Würfelergebnisse in unterschiedlicher Weise für ihren Spielfortschritt nutzen können. Con-Besucher durften unter anderem den neuen Genre-Vertreter Imperial Settlers Roll & Write ausprobieren, der von Design-Star Ignacy Trzewiczek (Portal Games) stammt.

Für Manuel Fritsch ist ein wichtiger Trend, dass Brettspiele mehr Erzähltiefe erhalten. "Das ging los mit T.I.M.E Stories. Auch Escape Rooms haben Geschichten", sagt Fritsch. In Brettspielen würden zunehmend auch ernste Themen behandelt, etwa bei Komanauten, bei dem man in den Gedanken und Träumen eines Koma-Patienten spielt - oder auch Escape Tales: The Awakening, in dem es um mystische Rituale mit Dimensionsreisen geht. Sehr gut gefällt dem Podcaster die Messeneuheit The King's Dilemma: "Man spielt einen Rat, der eine Dynastie von Königen berät - ein bisschen wie bei Game of Thrones."

In The King's Dilemma hat jeder Spieler seine eigene Agenda. Es gilt, die Mitspieler bei schwierigen Situationen zu überzeugen, um Siegpunkte zu generieren. Einen komplett gegenteiligen Trend zu den storylastigen, tiefgründigen Brettspielen gebe es derzeit auch, sagt Fritsch: "Gerade sind wieder Partyspiele wie L.A.M.A. oder Just One ganz stark im Kommen. Also viele Emotionen, schnelle Action oder kleine, lustige Wortspiele."

Deutschland hat viele gute Autoren

Gibt es auch nach wie vor gute deutsche Spiele? "Auf jeden Fall", sagt Johannes Jaeger - und führt gleich zwei Beispiele an: Rita Modl, die für den Preis als Best New Designer nominiert war - und den deutschen Verlag King Racoon Games, der in der Kategorie Best New Publisher dabei war.

"Deutschland hat immer noch die stärkste Verlagslandschaft - und sehr viele gute Autoren", erläutert Jaeger. "Nachholbedarf gibt es im Kickstarter-Bereich, da passiert im Ausland deutlich mehr. Das liegt vielleicht auch ein bisschen daran, dass hierzulande die Verlagslandschaft so stark ist und viele Autoren beziehungsweise Projekte Kickstarter nicht nötig haben, weil sie auch auf normalem Wege rauskommen können."

Jaegers Fazit: Brettspiele sind die einzige Kulturindustrie, in der Deutschland immer noch führend ist - oder zumindest richtig wettbewerbsfähig.

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 Wo sind denn die Hybride?
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Anonymer Nutzer 31. Jul 2019

Hugos World war ein tolles Textadventure.

Anonymer Nutzer 31. Jul 2019

Ausnahmen: Ages of Empires oder so.

Anonymer Nutzer 30. Jul 2019

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Anonymer Nutzer 30. Jul 2019

Sie sind böse

Anonymer Nutzer 30. Jul 2019

Klingt nett, schau ich mir mal an. Danke für den Tipp.


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