Brettspiel: Netflix erwirbt Filmrechte an Die Siedler von Catan

Wie Variety(öffnet im neuen Fenster) berichtet, hat Netflix die Rechte an Die Siedler von Catan erworben und plant sowohl Filme als auch Real- und Animationsserien. Die verschiedenen Projekte sollen von Darren Kyman, Pete Fenlon und Guido und Benjamin Teuber, den Söhnen des Catan-Erfinders Klaus Teuber, produziert werden. Entwickelt wurde das Spiel im Jahr 1995. Seitdem hat es sich zu einem Phänomen entwickelt und weltweit mehr als 45 Millionen Stück in über 40 Sprachen verkauft.
Keine Geschichte
Es geht darum, dass die Spieler die fiktive Insel Catan besiedeln müssen. Sie müssen Ressourcen anhäufen, Siedlungen errichten und mehr Siegerpunkte erringen als ihre Konkurrenten, um am Ende zu triumphieren. Man sieht schon das Problem einer Verfilmung: Es gibt keine Geschichte. Oder anders gesagt: Sie ist so minimalistisch, dass sich praktisch alles auf der Insel Catan erzählen lässt, abhängig davon, in welche Richtung die Autoren und Produzenten gehen wollen.
Aber das bedeutet auch, dass der Wiedererkennungswert gering ist, weil es keine Narrative gibt, die den Zuschauern durch das Spiel bekannt wären, ganz zu schweigen von fehlenden Charakteren. Das hält Hollywood natürlich nicht auf, wo man auch an einer Filmversion von Monopoly arbeitet, aber es kommt mit einer gewissen Problematik daher. Abseits der Welt der Brettspiele zeigte World of Warcraft, dass es schwer ist, ein Spiel umzusetzen, das keine vorgegebenen Figuren und Geschichten hat. Selbst Netflix arbeitet an einer Serienversion von Monopoly.
Die Franchise-Suche
Der Streamer hat mit der Adaption von Games schon Erfahrungen gesammelt, etwa mit Arcane. Außerdem wurde eine Serie zu Assassin's Creed geordert. Auch mit Catan sucht der Streamingdienst nach einer Franchise-Möglichkeit mit einer bereits existierenden Vorlage. Das ist etwas, das mit einigen teuren Produktionen schon begonnen wurde, aber nur selten erfolgreich war – man denke nur an The Electric State .