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Brennstoffzellenauto: Wasserstoff aus Wasserkraft

In der Schweiz wird eine Anlage gebaut, in der Wasserstoff mit Strom aus Wasserkraft gewonnen werden soll. Mit dem Wasserstoff sollen Brennstoffzellen-Lkw betrieben werden.
/ Werner Pluta
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Wasserstofftankanschluss (Symbolbild): 1.600 Brennstoffzellen-Lkw bis zum Jahr 2025 auf Schweizer Straßen (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
Wasserstofftankanschluss (Symbolbild): 1.600 Brennstoffzellen-Lkw bis zum Jahr 2025 auf Schweizer Straßen Bild: Werner Pluta/Golem.de

Sauberer Wasserstoff für Brennstoffzellenlaster: Das Schweizer Unternehmen Hydrospider will in der Schweiz eine Anlage zur Gewinnung von grünem Wasserstoff bauen. Sie soll Treibstoff für Schwerfahrzeuge mit Brennstoffzelle liefern.

Die Anlage soll im Kanton Solothurn entstehen, am Aarekanal neben dem Wasserkraftwerk Gösgen. Das soll die Anlage mit sauberem Strom versorgen. Bei der Gewinnung des Wasserstoffs werden somit keine Schadstoffe emittiert. Geplant ist, dass die Anlage Ende des Jahres in Betrieb geht.

Es werde die größte Produktionsanlage für Wasserstoff in der Schweiz, gleichzeitig die erste Produktionsanlage im kommerziellen Maßstab, teilte der Schweizer Energieversorger Alpiq mit(öffnet im neuen Fenster) . Hydrospider ist ein Joint Venture von Alpiq und dem Schweizer Wasserstoffanbieter H2 Energy(öffnet im neuen Fenster) .

Gedacht ist der Wasserstoff in erster Linie für Lastwagen: So hat der südkoreanische Automobilhersteller Hyundai im vergangenen Jahr auf der Messe IAA Nutzfahrzeuge in Hannover den Hyundai Fuel Cell Electric Truck vorgestellt , einen Lkw mit Brennstoffzellenantrieb. H2 Energy hat mit Hyundai ein Joint Venture gegründet, das bis zum Jahr 2025 in der Schweiz 1.600 dieser Fahrzeuge auf die Straße bringen will, die ersten noch in diesem Jahr.

Neben dem Hyundai-Lkw haben noch Toyota mit dem Project Portal und Nikola mit dem One Brennstoffzellen-Lkw entwickelt. Beides sind im Gegensatz zu dem Hyundai Sattelschlepper. Daneben gibt es auch einige Busse mit dieser Antriebstechnik.

Brennstoffzellenzüge wie der Coradia iLint von Alstom werden in der Schweiz nicht gebraucht: Das Bahnnetz ist vollständig elektrifiziert.


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