Abo
  • Services:

Brennstoffzellenauto: Pininfarina baut den H2 Speed

Es hat eine Brennstoffzelle, es fährt elektrisch, und es ist schnell: Das italienische Unternehmen Pininfarina hat einen Rennwagen mit Brennstoffzellenantrieb entworfen. Das Auto soll in Kleinserie auf dem Markt kommen - allerdings nicht auf die Straße.

Artikel veröffentlicht am ,
Pininfarina H2 Speed: inspiriert von Formel-1-Konzeptauto aus dem Jahr 1969
Pininfarina H2 Speed: inspiriert von Formel-1-Konzeptauto aus dem Jahr 1969 (Bild: Pininfarina)

Die Brennstoffzelle wird Rennstrecken-tauglich: Das italienische Automobilunternehmen Pininfarina will das Konzeptfahrzeug H2 Speed in einer Kleinserie bauen. Das Auto hat einen Brennstoffzellenantrieb.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  2. Bulthaup GmbH & Co KG, Bodenkirchen Raum Landshut

Vorgestellt hatte Pininfarina den H2 Speed als Konzept beim Genfer Autosalon im Frühjahr. Doch jetzt will das Unternehmen das Auto auch bauen. Das sagte Pininfarina-Chef Silvio Pietro Angori dem US-Magazin Automotive News bei der kalifornischen Oldtimer-Messe Concours d'Elegance.

Prototyp soll Anfang 2017 fertig sein

Danach plant Pininfarina, 100 der Autos zu bauen. Ein funktionsfähiger Prototyp soll Anfang kommenden Jahres fertig sein, das Serienmodell in etwa 12 bis 14 Monaten. Ein H2 Speed wird rund 2,5 Millionen US-Dollar kosten. Trotz des stolzen Preises hat Pininfarina bereits Interessenten.

Der H2 Speed basiert auf dem Chassis eines Le Mans Prototyp 2 (LMP2), der zweithöchsten Klasse der Sportwagen mit geschlossenen Radkästen. Entsprechend ist das Auto auch nicht für die Straße zugelassen und darf nur auf der Rennstrecke eingesetzt werden.

Akku speichert Energie

Als Antrieb dienen zwei Elektromotoren an der Hinterachse. Zusammen haben sie eine Höchstleistung von 370 Kilowatt. Mit Strom werden sie von einer Polymerelektrolytbrennstoffzelle mit einer Leistung von 210 Kilowatt versorgt. Das Fahrzeug hat zudem einen Akku mit einer Kapazität von 20 Amperestunden, der zurückgewonnene Bremsenergie speichert.

Die Leistung der Motoren wird direkt auf die Räder übertragen. Das Auto hat kein Getriebe. Der H2 Speed beschleunigt in 3,4 Sekunden von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 300 Kilometern pro Stunde.

Auto ist in drei Minuten betankt

Die Brennstoffzelle wird mit Wasserstoff betrieben. Der Tank hat ein Fassungsvermögen von 6,1 Kilogramm. Betankt wird er mit einem Druck von 700 bar. Ihn zu füllen, dauert rund drei Minuten.

Pininfarina, ein italienisches Designstudio und Karosseriebauunternehmen, baut nur die Karosserie des H2 Speed. Deren Design ist inspiriert von der Studie Sigma Grand Prix aus dem Jahr 1969. Mit diesem Formel-1-Konzeptfahrzeug wollte Pininfarina seinerzeit neue Sicherheitstechnik für den Rennsport demonstrieren.

Green GT H2 hat sich verspätet

Der Antriebsstrang wurde von dem Schweizer Unternehmen Green GT entwickelt. Das wollte bereits 2013 den Brennstoffzellen-Boliden Green GT H2 beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans einsetzen - er sollte aus der für innovative Fahrzeuge reservierten Box 56 starten. Die Premiere wurde jedoch abgesagt - und ließ dann noch einmal drei Jahre auf sich warten. Erst in diesem Jahr konnte der Franzose Olivier Panis mit dem Green GT H2 in Le Mans auf die Strecke.

Pininfarina gehört seit Ende des vergangenen Jahres zum indischen Automobilhersteller Mahindra. Der tritt mit einem eigenen Team auch in der Elektrorennsportserie Formel E an.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Game Night 5,98€, Maze Runner 6,98€, Coco 5,98€)
  2. (u. a. John Wick, Sicario, Deepwater Horizon, Die große Asterix Edition, Die Tribute von Panem)

TrollNo1 02. Sep 2016

Gab doch in den letzten Monaten und Jahren hier genügend Vorstellungen von Super-Akkus...

cpt.dirk 02. Sep 2016

Man muss berücksichtigen, dass Rennstrecken Kurven haben, wo erstens wieder Bremsenergie...


Folgen Sie uns
       


Infiltrator Demo mit DLSS und TAA

Wir haben die Infiltrator Demo auf einer Nvidia Geforce RTX 2080 Ti mit DLSS und TAA ablaufen lassen.

Infiltrator Demo mit DLSS und TAA Video aufrufen
Apple Watch im Test: Auch ohne EKG die beste Smartwatch
Apple Watch im Test
Auch ohne EKG die beste Smartwatch

Apples vierte Watch verändert das Display-Design leicht - zum Wohle des Nutzers. Die Uhr bietet immer noch mit die beste Smartwatch-Erfahrung, auch wenn eine der neuen Funktionen in Deutschland noch nicht funktioniert.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smartwatch Apple Watch Series 4 mit EKG und Sturzerkennung
  2. Smartwatch Apple Watch Series 4 nur mit sechs Modellen
  3. Handelskrieg Apple Watch und anderen Gadgets drohen Strafzölle

Künstliche Intelligenz: Wie Computer lernen
Künstliche Intelligenz
Wie Computer lernen

Künstliche Intelligenz, Machine Learning und neuronale Netze zählen zu den wichtigen Buzzwords dieses Jahres. Oft wird der Eindruck vermittelt, dass Computer bald wie Menschen denken können. Allerdings wird bei dem Thema viel durcheinandergeworfen. Wir sortieren.
Von Miroslav Stimac

  1. Innotrans KI-System identifiziert Schwarzfahrer
  2. USA Pentagon fordert KI-Strategie fürs Militär
  3. KI Deepmind-System diagnostiziert Augenkrankheiten

Life is Strange 2 im Test: Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller
Life is Strange 2 im Test
Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller

Keine heile Teenagerwelt mit Partys und Liebeskummer: Allein in den USA der Trump-Ära müssen zwei Brüder mit mexikanischen Wurzeln in Life is Strange 2 nach einem mysteriösen Unfall überleben. Das Adventure ist bewegend und spannend - trotz eines grundsätzlichen Problems.
Von Peter Steinlechner

  1. Adventure Leisure Suit Larry landet im 21. Jahrhundert

    •  /