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Der Tank im Test

Das Problem von Energiespeichern ist oft, dass ihre Speicherkapazität mit der Zeit nachlässt. Ein Lithium-Ionen-Akku etwa speichert nach mehreren hundert Ladezyklen weniger Energie als am Anfang. Die HZG-Forscher haben ihr Tanksystem deshalb schon einem Dauertest unterzogen: Nach 2.000 Zyklen stellten sie keine Abnahme der Speicherkapazität fest. Bei einer Reichweite von 500 Kilometern pro Tankfüllung ist das für ein Auto schon alltagstauglich.

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So weit von der Serienreife sei die Technik nicht mehr weg, sagt Klassen. "Ich hoffe das kommt sehr bald." Der Wolfsburger Automobilkonzern Volkswagen (VW) testet die Technik bereits. Sie wird bei verschiedenen - sehr hohen wie sehr niedrigen - Temperaturen sowie bei diversen Betriebsbedingungen erprobt.

Wann die Technik einmal in einem Serienfahrzeug verwendet wird, ist allerdings offen. VW setzt derzeit massiv auf Elektromobilität mit Akkufahrzeugen. Die Brennstoffzelle hat keine Priorität. "Wenn wir die Mobilitätswende und die Umweltziele ernst nehmen, müssen wir uns auf den batterieelektrischen Antrieb konzentrieren. Alles andere ist Verschwendung der begrenzten regenerativen Energie", sagte kürzlich VW-Entwicklungsvorstand Frank Welsch. "Es wird deshalb auf absehbare Zeit keine Brennstoffzellenfahrzeuge von unseren Pkw-Marken in Serienfertigung geben."

Anders hingegen BMW: Für den Münchener Automobilhersteller ist die Brennstoffzelle fester Bestandteil des Angebots der Zukunft: "Wir werden in der Lage sein, unseren Kunden alle relevanten Antriebsarten anzubieten: konventionelle Motoren, die Maßstäbe bei Effizienz setzen, batterieelektrische Antriebe sowie Plugin-Hybride und in Zukunft auch die Wasserstoff-Brennstoffzelle", hat BMW-Chef Oliver Zipse angekündigt.

Bei Autos mit Reichweiten von unter 200 Kilometern ist der Akku im Vorteil, da etwa 20 Prozent der knappen erneuerbaren Energie für die Gewinnung von Wasserstoff durch Elektrolyse aufgewendet werden. Bei Energiemengen von mehr als 40 Kilowattstunden hingegen, also bei größeren Fahrzeugen, vor allem Nutzfahrzeugen, ist die Speichertechnik aus Geesthacht interessant: Das Wasserstoffsystem ist im Vergleich deutlich leichter und benötigt im Betrieb weniger Energie.

Hinzu kommt, dass Wasserstoff sowohl in der Strategie der Bundesregierung zur flexiblen Speicherung erneuerbarer Energie als auch in der norddeutschen Strategie zur Energiewende eine zentrale Rolle spielt. Da ist auch ein weiteres Projekt der HZG-Forscher interessant: Sie arbeiten an einem künstlichen Blatt, also daran, wie Pflanzen Wasser mit Hilfe von Sonnenlicht in Wasserstoff und Sauerstoff aufzuspalten.

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 Auf die Temperatur kommt es an
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AllDayPiano 12. Mär 2020

Ich weiß nicht, wo Du den Widerspruch siehst. Es spielt doch gar keine Rolle, wie lange...

WonderGoal 12. Mär 2020

1) Elektrolyse: das massentauglichste und günstigste Elekrolyseverfahren bringt es auf...

TrollNo1 10. Mär 2020

Nene, da fliegt dann das ganze Auto wie ein Gummiball durch die Tiefgarage, angetrieben...

jimbokork 10. Mär 2020

Bei der Wandlung in Strom und Wasser in einer _Brenn_stoffzelle wird er doch verbrannt...

dbettac 09. Mär 2020

Du vergisst, dass heute nichts mehr ohne Blockchain neu auf den Markt darf. Und daran...


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