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Tankprobleme bei Hitze

Was für andere Elektroautos gilt, gilt auch für den Mercedes GLC F-Cell: Ob in gleichmäßiger Fahrt oder beim Beschleunigen auf der Autobahn - es bleibt leise im Auto. Dank des Gewichts und der relativ breiten Reifen liegt es gut auf der Straße.

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An der Ampel oder auf der Autobahn ist der Mercedes zwar agiler als die Verbrenner nebenan, aber längst nicht so antrittsstark wie etwa ein Tesla. Im Sport-Modus beschleunigt der Mercedes etwas besser als im Comfort-Modus. Aber mit dem Model 3 oder gar dem Model S im Ludicrous Mode kann der GLC nicht mithalten - was sich aber leicht erklären lässt: Das Auto ist mit 2,1 Tonnen noch einmal 200 Kilogramm schwerer als das von uns Anfang des Jahres getestete Tesla Model 3. Aber der Elektromotor des Mercedes leistet auch nur 155 Kilowatt. Das ist weniger als die Hälfte des Tesla-Antriebs.

Auf der Autobahn wollen wir testen, wie schnell das Auto fährt. Zwischen Hamburg und Bremen, auf einem Stück ohne Geschwindigkeitsbegrenzung und bei mäßigem Verkehr ist das gefahrlos möglich. Bei 160 Kilometern pro Stunde, ist zu lesen, sei das Auto abgeregelt. Wir schaffen laut Tacho rund zwölf Kilometer pro Stunde mehr. Dann wird der Verkehr dichter, und das Auto trotz durchgetretenem Pedal langsamer. Offensichtlich sorgt der aktivierte Bremsassistent dafür, dass der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug nicht zu gering wird.

  • Der Mercedes GLC F-Cell... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... ist eines der wenigen Serien-Brennstoffzellenautos, die aktuell auf dem Markt sind. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Auto basiert auf der existierenden GLC-Baureihe. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Antrieb passt in den Motorraum und hängt an den Aufhängungspunkten des Verbrennungsmotors. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Vorteil der Brennstoffzellenautos: Sie können in wenigen Minuten betankt werden. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Auf den Anschluss am Auto... (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... wird der Tankschlauch aufgesetzt. Das erfordert etwas mehr Aufwand als die Bedienung einer Zapfpistole. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Nachteile: Das Auto ist im Betrieb etwa so teuer wie ein Benziner, ... (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... und Wasserstofftankstellen wie diese in Hamburg sind rar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Plugin-Hybrid hat auch einen Ladeanschluss für den Akku. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das passende Kabel liegt im Kofferraum. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Fahrzeug-Interieur macht einen edlen Eindruck. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Auto hat eine Fülle an Bedienelementen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Nach etwas Eingewöhnung haben wir sie zu schätzen gelernt, wie etwa die Touchpads am Lenkrad (obere Reihe, Mitte). (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Manches ist nicht da, wo man es erwartet: Die Knöpfe für die Sitzeinstellung sind an der Tür. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Auto hat zwei digitale Rundinstrumente. Die Ansicht kann gewechselt werden. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Üner das Infotainmentsystem können auch Fahrzeugeinstellungen vorgenommen werden, wie etwa die Antriebscharakteristik. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Blick in den Kofferraum (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Mercedes GLC F-Cell emittiert nur Wasserdampf - ein SUV für das gute Gewissen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Vorteil der Brennstoffzellenautos: Sie können in wenigen Minuten betankt werden. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Wieder in Hamburg spielt der GLC F-Cell seinen großen Vorteil aus: Statt das Auto an einer Ladesäule zu laden, steuern wir die Wasserstofftankstelle in der Hafencity an, die 2012 als eine der ersten öffentlich zugänglichen in Deutschland eingerichtet wurde.

Das Procedere ist einfach: Zuerst melden wir uns mit einer Tankkarte an einem Terminal an und wählen dann den geeigneten Zapfpunkt aus. Die Tankstelle verfügt über drei: zwei mit einem Druck von 350 bar für Busse und einen mit 700 bar für ein Auto. Als nächstes wird der entsprechende Tankschlauch auf den Tankstutzen aufgesetzt und hörbar eingerastet. Dann wird mit einem Knopfdruck an der Zapfsäule der Tankvorgang gestartet.

Der verläuft etwas anders als beim Benzintanken: Zuerst gibt es einen oder mehrere kurze Probestöße, dann folgt eine kurze Phase der Inaktivität, bevor die beiden Tanks dann gefüllt werden. Einer sitzt unter der Rückbank, der andere im Mitteltunnel. Zusammen haben sie ein Fassungsvermögen von etwa 4,4 Kilogramm Wasserstoff. Laut Hersteller dauert es drei Minuten, die Tanks zu befüllen.

Es ist zu heiß zum Tanken

Bei uns bricht der Tankvorgang trotz halb leeren Tanks bei wenigen hundert Gramm ab. Ein Anruf beim Betreiber bringt Klarheit: Das System ist zu warm - nicht viel, gerade mal ein halbes Grad. Statt der erforderlichen minus 30 Grad herrschten minus 29,5 Grad. Doch die Abweichung reicht, um die Anlage zu stoppen.

"Kein Problem", sagt der freundliche Mitarbeiter an der Hotline, der auf seinem Rechner übrigens aus der Ferne den ganzen Vorgang in Echtzeit verfolgen kann - vom Aufsetzen des Tankstutzens über den Probestoß bis zum temperaturbedingten Abbruch. Sein Tipp ist einfach: Nach dem Abbruch gleich nochmal anfangen. Dann ist das System vorgekühlt und erreicht seine Solltemperatur. Schuld seien die gegenwärtigen sommerlichen Temperaturen, sagt der Mann an der Hotline. Sie seien der Grund für über 90 Prozent der aktuell gemeldeten Schwierigkeiten und Ausfälle.

Erfolg beim zweiten Anlauf

Tatsächlich funktioniert es beim zweiten Versuch reibungslos: In wenigen Minuten sind die halb leeren Tanks wieder voll. Anschließend ein Druck auf den Knopf am Arretierungsring, ein kräftiger Zug, und der Stutzen ist wieder frei. Er wird wieder eingehängt - fertig.

Wir haben auf einer 185 Kilometer langen Fahrt, auf der wir zum Teil zügig auf der Autobahn gefahren sind, aber auch auf der Landstraße und in der Stadt unterwegs waren, etwa 1,7 Kilogramm Wasserstoff verbraucht. Das entspricht in etwa dem Wert der Anzeige in der Mitte.

Die Diskrepanz zwischen dem angezeigten Wert von 270 Kilometern und der offiziellen Aussage von Mercedes, das Auto schaffe 300 Kilometer, ist auch anderen Testern schon aufgefallen. Den Kollegen von Zeit Online erklärte eine Mercedes-Sprecherin, die Reichweite werde "eher pessimistisch gemessen". 300 Kilometer seien demnach realistisch, 400 machbar - aber wohl bei konservativer Fahrweise.

Das Fahrgefühl ist zwar wichtig bei einem Auto. Allerdings zählt auch die Ausstattung.

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 Brennstoffzellenauto: Der Mercedes GLC F-Cell - das SUV für das gute GewissenGewöhnungsbedürftiges Bedienkonzept 
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Sehe ich ähnlich. Ich fahre derzeit 15 min Auto und dann 40 min Bahn. Würde ich die 15...

kellemann 08. Jul 2019

Spielerei? Ich finde die Navigationsangaben im HUD um einiges praktischer als die...


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