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Brennstoffzelle: Wasserstoff soll Hausakkus ersetzen

Lavo Hydrogen will Brennstoffzellen und Metallhydridtanks für Wasserstoff als Energiespeicher im Haus etablieren und Batteriespeicher ablösen.
/ Andreas Donath
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Lavo-Hydrogen-Chef Alan Yu mit den Tanks des Systems. (Bild: Lavo Hydrogen)
Lavo-Hydrogen-Chef Alan Yu mit den Tanks des Systems. Bild: Lavo Hydrogen

Das australische Unternehmen Lavo Hydrogen(öffnet im neuen Fenster) will per Elektrolyse Wasserstoff aus Strom und Wasser gewinnen, das in lokalen Energiespeichern im Haushalt zwischengelagert wird. Bei Bedarf wird über eine Brennstoffzelle Strom generiert. Der Schlüssel ist dabei die auf dem Haus installierte Photovoltaik-Anlage, die für die Stromerzeugung eingesetzt wird, um den Wasserstoff zu gewinnen. Die Anlage misst 1.680 x 1.240 x 400 mm(öffnet im neuen Fenster) und wiegt mitsamt der vier Tanks 324 kg.

Da Wasserstoff ein hochentzündliches Gas ist, muss es in Tanks gelagert werden, die bei der Technik von Lavo Hydrogen aus einem Metallhydridbehälter bestehen.

In Australien wird das System aus Elektrolyseur(öffnet im neuen Fenster) , Wasserstoffspeicher und Brennstoffzelle ab November 2020 angeboten, die Installation in Haushalten soll ab Mitte 2021 beginnen.

Allerdings ist schon bei kurzer Betrachtung des Systems klar, dass es hier zu deutlichen Verlusten kommt - beim Elektrolyseprozess, der Verpressung des Wasserstoffs in den Tank und der Rückumwandlung über die Brennstoffzelle. Dazu kommt noch die Umwandlung von Gleich- in Wechselstrom für die Nutzung im Haushalt. Wie viel Verlust das insgesamt ist, teilte Lavo Hydrogen nicht mit. Beim Speichern des Stroms in Akkus fehlen einige dieser verlustreichen Umwandlungsschritte.

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Das größte Problem ist allerdings der Preis. Er liegt nach einem Bericht von Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) bei etwa dem Dreifachen eines Akkuspeichers. Das System soll rund 35.000 Australische Dollar kosten (rund 21.000 Euro) und 40 Kilowattstunden Strom speichern können. Zum Vergleich: Die einfachste Tesla Powerwall(öffnet im neuen Fenster) speichert etwa 13,5 Kilowattstunden Strom.


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