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Brennstoffzelle: Unterseedrohne mit Wasserstoffantrieb legt 2.000 km zurück

Der möglichst realitätsnahe Test sollte zeigen, dass die Technik einsatzbereit ist. Mit Wasserstoff als Antrieb hat die Drohne klare Vorteile.
/ Mario Petzold
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Die Unterseedrohne kann 16 Tage lang tauchen und manövrieren. (Bild: Cellula Robotics)
Die Unterseedrohne kann 16 Tage lang tauchen und manövrieren. Bild: Cellula Robotics

Das kanadische Unternehmen Cellula Robotics(öffnet im neuen Fenster) hat eine autonome Unterwasserdrohne namens Envoy auf einen 2.000 km langen und 16 Tage dauernden Tauchgang geschickt. Dabei wurden zusätzlich 4.000 Manöver ausgeführt, um eine möglichst praxisnahe Fahrt zu simulieren.

So könnte das Unterwasserfahrzeug zukünftig den Meeresboden kartieren, Messdaten sammeln oder Seegebiete überwachen. Der eingesetzte Brennstoffzellenantrieb, der unter Wasser zusätzlich auf flüssigen Sauerstoff angewiesen ist, hat damit laut dem Unternehmen seine Tauglichkeit auf Langzeitmissionen bewiesen.

Die genutzte Brennstoffzellentechnik stammt vom US-amerikanischen Unternehmen Infinity Fuel Cell and Hydrogen. Es fertigt vor allem Polymerelektrolytbrennstoffzellen, die in der Luftfahrt, Schifffahrt und in Militärtechnik eingesetzt werden sollen.

Überlegene Schleichfahrt durch Wasserstoffantrieb

Mit Brennstoffzellen lässt sich der elektrische Antrieb der Unterwasserdrohne zum einen deutlich länger betreiben als mit Batterien. Zum anderen verursacht die Technik kaum Geräusche und es entsteht lediglich reines Wasser als Abfallprodukt der Reaktion.

Selbst ein atomar betriebenes U-Boot ließe sich einfacher orten, denn die große Wärmeabstrahlung und die Geräusche des Kühlsystems können geortet werden. Das ist ein Grund, weshalb auch militärisch genutzte U-Boote wie die deutsche Klasse 212 A(öffnet im neuen Fenster) Brennstoffzellen einsetzen.

Dort wird der Antrieb jedoch in Kombination mit Batterien und einem Dieselantrieb genutzt, während der Aktionsradius unter Wasser mit knapp 500 km deutlich kleiner ausfällt. In der kanadischen Unterwasserdrohne wurde die Technik hingegen bei möglichst wenig Platzbedarf für eine größtmögliche Reichweite ausgelegt.


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