Brennstoffzelle: Riesiger Elektro-Muldenkipper fährt mit 1,2-MWh-Akku in Mine

Der Bergbaukonzern Anglo American hat den Prototyp eines extrem großen Muldenkippers namens Nugen vorgestellt(öffnet im neuen Fenster) , der mit Brennstoffzellen betrieben wird. Im Nugen kommt zudem ein Akku mit 1,2 MWh Kapazität zum Einsatz. Die Nutzlast des Fahrzeugs kann bis zu 290 Tonnen betragen. Auf normalen Straßen kann das Fahrzeug nicht fahren, es verbleibt im Tagebau.
Anglo American zeigte aber nicht nur das Fahrzeug, sondern als Teil des Projekts Future Smart Mining(öffnet im neuen Fenster) auch ein Produktions- und Betankungssystem für den Wasserstoff. Der Wasserstoff soll an den Minen selbst produziert werden, damit er nicht von weit her transportiert werden muss.
Die Brennstoffzellen an Bord sollen zusammen 800 kW leisten. Das Fahrzeug bringt ein Gewicht von 220 Tonnen auf die Waage, zusammen mit der Nutzlast entsteht ein Gesamtgewicht von bis zu 510 Tonnen.
Das Brennstoffzellen-Nutzfahrzeug basiert auf einem bereits vorhandenen Muldenkipper, der bisher mit Dieselmotoren betrieben wurde. Beim Bergabfahren in der Mine kann das Fahrzeug rekuperieren und den Akku laden.
Der Chef von Anglo American, Duncan Wanblad, sagte, die Dieselemissionen der eigenen Lkw-Flotte machten etwa 10 bis 15 Prozent der Gesamtemissionen des Unternehmens aus.
"In den nächsten Jahren wollen wir unsere derzeitige Flotte dieselbetriebener Lkw mit diesem emissionsfreien, mit grünem Wasserstoff betriebenen Transportsystem umrüsten oder ersetzen. Wenn dieses Pilotprojekt erfolgreich verläuft, könnten wir bis zu 80 Prozent der Dieselemissionen in unseren Tagebauen einsparen, indem wir diese Technologie in unserer gesamten Flotte einsetzen" , sagte Wanblad.
Der Anglo American Nugen wird in Südafrika in einer Platinmine getestet.



