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Brennstoffzelle: Hyundai will Wasserstoffautos günstiger machen

Autos mit Brennstoffzelle sind noch zu teuer, doch Hyundai will in fünf Jahren preislich das Niveau von Elektroautos erreichen.
/ Andreas Donath
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Hyundai Nexo (Bild: Hyundai)
Hyundai Nexo Bild: Hyundai

Hyundai will bis 2025 Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb auf den Markt bringen, die preislich mit Elektroautos konkurrieren können. Dies kündigte der Chef der Brennstoffzellensparte bei Hyundai, Saehoon Kim, im Gespräch mit der Tageszeitung Die Welt(öffnet im neuen Fenster) an. Im Jahr 2030 will der südkoreanische Hersteller 500.000 solcher Autos jährlich produzieren.

Aktuell sind die Preise für Autos mit Brennstoffzelle noch so hoch, dass diese nicht konkurrenzfähig sind. So kostet der Hyundai Nexo, ein kleines SUV, in Deutschland knapp 70.000 Euro. Im gleichen Preissegment befindet sich das Konkurrenzmodell Toyota Mirai .

Hyundai setzt auf Skaleneffekte, um den Preis zu senken. Je mehr Autos gebaut werden, desto günstiger wird der Stückpreis. 2020 sollen 13.000 Nexo mit Brennstoffzelle gebaut werden.

Der größte Vorteil eines Brennstoffzellen-Autos: Es lässt sich deutlich schneller betanken als ein reines E-Auto. Die Reichweite des Hyundai Nexo gibt der Hersteller mit 666 km (WLTP) an, die Tankdauer beträgt etwa 5 Minuten.

Im Test von Golem.de zeigte sich aber auch das größte Problem: In Deutschland gibt es derzeit nur gut 80 Tankstellen für Wasserstoff, der zudem recht teuer ist. Im Test kamen so Kosten von 10,45 Euro pro 100 km heraus.

Neben der geringen Tankstellendichte stellt die Gewinnung von Wasserstoff ein Problem dar. Er kann unter anderem durch Elektrolyse(öffnet im neuen Fenster) aus Wasser, per Erdgasreformation(öffnet im neuen Fenster) oder aus Biomasse hergestellt werden. Darüber hinaus gibt es zahlreiche andere Verfahren(öffnet im neuen Fenster) . Die eingesetzte chemische, elektrische, thermische oder solare Energie ist unterschiedlich zu bewerten. Einerseits unterscheiden sich die Wirkungsgrade stark voneinander, andererseits kommt es bei der Energiegewinnung auch zu Umweltbelastungen.


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