Brennstoffzelle: Hyundai setzt auf die globale Wasserstoffgesellschaft

Nicht nur batterieelektrische Antriebe sollen zur CO2-Neutralität beitragen. Hyundai will ein weltweites Logistiksystem auf Wasserstoff-Basis etablieren.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Hyundai hat Drehgestelle (Fuel Cell e-Bogie) mit Brennstoffzellenantrieb entwickelt.
Hyundai hat Drehgestelle (Fuel Cell e-Bogie) mit Brennstoffzellenantrieb entwickelt. (Bild: Hyundai)

Der südkoreanische Autokonzern Hyundai will von 2028 an sämtliche Nutzfahrzeuge in seinem Modellprogramm mit Brennstoffzellen-Elektroantrieb anbieten. Geplant sei, alle neuen Nutzfahrzeuge wie Busse und schwere Lkw für den internationalen Markt als wasserstoffbetriebene Fahrzeuge mit Brennstoffzelle und als batteriebetriebene E-Fahrzeuge einzuführen, teilte der Konzern am Dienstag mit.

Das Unternehmen erwartet, bis 2028 der erste globale Autohersteller zu sein, der seine Brennstoffzellensysteme auf die gesamte Palette seiner Nutzfahrzeuge anwendet. Die Hyundai Motor Group, zu der neben dem südkoreanischen Branchenführer Hyundai Motor auch die kleinere Schwester Kia gehört, hat derzeit einen Stadtbus und das Lkw-Modell Xcient mit Brennstoffzelle auf dem Markt.

Durch die Entwicklung von Wasserstoff-Nutzfahrzeugen wolle die Gruppe den "kompletten Übergang des öffentlichen Transports in Korea und des Logistiksystems auf Lösungen auf Wasserstoff-Basis" befördern, hieß es. "Wir wollen praktische Lösungen für die nachhaltige Entwicklung der Menschheit in allen Lebensbereichen anbieten und dazu beitragen, dass bis 2040 eine weltweite Wasserstoffgesellschaft entsteht", sagte Konzernchef Euisun Chung.

Neue Systeme mit 200 kW Leistung

Demnach will Hyundai die Technologie auch auf den gesamten Energiebereich ausdehnen, einschließlich Stromversorgung und Gebäudewärme sowie für Kraftwerke. Um das zu erreichen, will die Gruppe bis 2023 ein Brennstoffzellensystem der neuen Generation einführen, das weniger kosten und weniger Raum einnehmen soll.

Das System befinde sich derzeit in der Entwicklungsphase und werde in zwei Varianten verfügbar sein: als 100-kW- und 200-kW-Version. Das 100-kW-System wurde demnach im Vergleich zur aktuellen Generation um 70 Prozent verkleinert, um für verschiedene Fahrzeugtypen flexiblere Einsatzmöglichkeiten zu schaffen. Die 200-kW-Version sei ähnlich groß wie das bisherige System im Hyundai Nexo, biete allerdings annähernd die doppelte Leistung.

Verpflichtung zur Klimaneutralität

Bereits am Montag hatte Hyundai auf der IAA Mobility 2021 in München angekündigt, bis zum Jahr 2045 klimaneutral werden zu wollen. Bis 2040 soll der CO2-Ausstoß um 75 Prozent unter das Niveau von 2019 gesenkt werden.

  • Der Hyundai Nexo mit Brennstoffzelle (Bild: Dirk Kunde)
  • Wie viele Elektroautos ist er ein SUV. (Bild: Dirk Kunde)
  • Das Brennstoffzellensystem sitzt vorne. (Bild: Dirk Kunde)
  • Tanken an einer der gut 80 Wasserstofftankstellen in Deutschland (Bild: Dirk Kunde)
  • Die wuchtige Mittelkonsole erinnerte uns an das Schaltpult von Lieutenant Sulu auf der Enterprise. (Bild: Dirk Kunde)
  • Am Lenkrad lassen sich drei Rekuperationsstufen einstellen. (Bild: Dirk Kunde)
  • Praktisch: Eine Kamera am Außenspiegel zeigt, was sich im toten Winkel tut. (Bild: Dirk Kunde)
  • Die Rückfront (Bild: Dirk Kunde)
  • Der Kofferraum lässt sich ... (Bild: Dirk Kunde)
  • ... durch Umklappen der Rückbank vergrößern. (Bild: Dirk Kunde)
  • Die Beleuchtung ist mit LEDs realisiert. (Bild: Dirk Kunde)
  • In Ostasien hat die Brennstoffzelle mehr Bedeutung als bei uns. (Bild: Dirk Kunde)
Der Hyundai Nexo mit Brennstoffzelle (Bild: Dirk Kunde)

In Europa will Hyundai von 2035 an nur noch lokal emissionsfreie Fahrzeuge verkaufen, entweder mit Brennstoffzellenantrieb oder Batterie. Bis 2040 wolle Hyundai alle Verbrennerfahrzeuge "in den wichtigsten Weltmärkten abschaffen und damit den Übergang zu einer sauberen Mobilität vollziehen".

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