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Brennstoffzelle: Hazer will Wasserstoff günstiger machen

Ein neues Verfahren soll die Erzeugung von Wasserstoff deutlich günstiger machen. Entscheidend ist der eingesetzte Katalysator. Der ist in der australischen Heimat der Entwickler leicht zu finden.

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Bus an der Wasserstofftankstelle in Hamburg: keine Kohlendioxid-Emissionen
Bus an der Wasserstofftankstelle in Hamburg: keine Kohlendioxid-Emissionen (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Wasserstoff gilt als ein wichtiger Energieträger der Zukunft. Auf der Erde gibt es das Element aber hauptsächlich in gebundener Form - im Wasser beispielsweise oder in Methan. Das australische Unternehmen Hazer hat ein Verfahren entwickelt, um günstig und weitgehend ohne Schadstoffemissionen Wasserstoff zu gewinnen.

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Ausgangspunkt ist Methan, das aufgespalten wird. Als Katalysator dient erhitztes Eisenerz. Wenn das Gas mit dem Katalysator in Berührung kommt, zerfällt es in seine Bestandteile Wasserstoff und Kohlenstoff.

Wasserstoff soll nur noch die Hälfte kosten

Eisenerz komme in Western Australia, der Heimat von Hazer, in großer Menge vor, sei also sehr günstig, sagt Hazer-Geschäftsführer Geoff Pocock der britischen Tageszeitung The Guardian. Ziel sei, die Kosten für die Wasserstoff-Erzeugung zu halbieren - von derzeit 1 bis 1,5 US-Dollar auf 50 bis 75 US-Cent für ein Kilogramm Wasserstoff.

Weiterer Vorteil des Verfahrens: Es werden kaum Schadstoffe emittiert. Der Kohlenstoff wird nämlich - anders als bei der Dampfreformierung - nicht als Kohlendioxid freigesetzt, sondern fällt als Graphit aus. Das Graphit wiederum lässt sich weiter verwerten, etwa zur Herstellung von Elektroden für Lithium-Ionen-Akkus.

2017 soll die Produktion anlaufen

Entwickelt wurde das Verfahren von Technikchef Andrew Cornejo. Ausgangspunkt war ein Projekt an der Universität in Perth, der Hauptstadt des australischen Bundesstaates Western Australia. Das Unternehmen wurde 2010 gegründet. Ende 2017 soll eine Pilotanlage fertig sein, die im Jahr etwa 30 Tonnen Wasserstoff erzeugt.

Wasserstoff ist ein guter Energieträger. Damit sollen künftig Brennstoffzellenautos betrieben werden. Ein solches Auto kann ähnlich wie ein konventionelles Auto mit Verbrennungsmotor in ein paar Minuten betankt werden und muss nicht längere Zeit an die Steckdose, um den Akku zu laden. Außer als Treibstoff für Brennstoffzellenautos kann Wasserstoff zur Herstellung von Treibstoffen wie Kerosin genutzt, selbst als Treibstoff für Verbrennungsmotoren eingesetzt oder Erdgas beigemischt werden.

Das Problem ist bisher die Gewinnung von Wasserstoff. Derzeit geschieht das meist per Elektrolyse, Dampfreformierung oder aus Biomasse. Die Verfahren sind aufwendig und der Wasserstoff ist deshalb recht teuer.



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