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Brennstoffzelle: Bundesregierung will Wasserstoffautos fördern

Elektroautos sind ein wichtiges Thema, Wasserstoffautos fristen hingegen in der Öffentlichkeit und Politik nur ein Nischendasein. Das will die Bundesregierung ändern und plant ein millionenschweres Förderprogramm.

Artikel veröffentlicht am ,
Wasserstoffbetankung
Wasserstoffbetankung (Bild: Daimler)

Nach Informationen der Zeitung "Die Welt" will die Bundesregierung mit einem millionenschweren Förderprogramm Wasserstoffautos in Deutschland zum Durchbruch verhelfen. Bis 2019 sollen 250 Millionen Euro in die Technik investiert werden, wobei damit unter anderem die Forschung und Entwicklung der Fahrzeuge gefördert werden soll, um sie wettbewerbsfähig zu machen. Zudem soll das Tankstellennetz ausgebaut werden.

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"Wir stehen mit der Elektromobilität und dem automatisierten und vernetzten Fahren vor der größten Mobilitätsrevolution seit der Erfindung des Automobils. Die Brennstoffzelle ist eine Schlüsseltechnologie dieser Entwicklung", sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) der "Welt".

Seit 2006 sollen laut Dobrindt etwa 1,4 Milliarden Euro vom Bund und der Industrie in die Entwicklung von Wasserstoffautos investiert worden sein. Ein Wasserstoffauto aus Deutschland gibt es hingegen immer noch nicht im Handel, auch wenn VW 2014 einen Golf mit Wasserstoffantrieb zeigte.

Audis Brennstoffzellenauto A7 Sportback H-Tron Quattro ist wie der VW ebenfalls nur ein Technologiedemonstrator. Gebaut wird der Plugin-Hybrid nicht.

Toyota bietet mit dem Mirai ein Wasserstoffauto an. Die Limousine mit Elektromotor und Brennstoffzelle wurde in Japan am 15. Dezember 2014 auf den Markt gebracht und ist auch in europäischen Ländern erhältlich.

Der Toyota Mirai ("Zukunft") ist das erste Serien-Wasserstofffahrzeug des japanischen Herstellers. Zuvor hatte das Unternehmen 2013 mit dem FCV die Vorserienversion des jetzigen Mirai vorgestellt.

Der Mirai kostet in Deutschland rund 80.000 Euro. Im Gegensatz zu Elektroautos mit Akkus, die am Stromnetz aufgeladen werden müssen, hat der Mirai einen großen Vorteil. Seine Reichweite liegt bei etwa 500 km und der Tank soll in einigen Minuten wieder voll sein. Dafür ist das Tankstellennetz sehr klein. In Deutschland sollen es derzeit nur etwa 20 Stück sein, wobei nicht alle öffentlich zugänglich sind.

  • Golf Variant HyMotion (Bild: VW)
  • Golf Variant HyMotion (Bild: VW)
Golf Variant HyMotion (Bild: VW)

Zudem kritisieren Umweltschützer, dass der Wasserstoffbetrieb nur umweltfreundlich ist, wenn die Energie aus erneuerbaren Energien stammt. Wasserstoff kann unter anderem durch Elektrolyse aus Wasser gewonnen werden. Auch eine Erdgasreformation ist neben diversen anderen Verfahren möglich. Forscher der Uni Stanford und der TU München haben am Beispiel von Kalifornien gezeigt, dass es preiswerter ist, mit batterieelektrischen Autos den CO2-Ausstoß zu reduzieren als mit Brennstoffzellenfahrzeugen.

Auch die Konkurrenz schläft nicht. Mercedes, Ford und Nissan entwickeln einen neuen Brennstoffzellen-Antriebsstrang, 2017 sollen die ersten damit ausgerüsteten Autos auf den Markt kommen.



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Bigfoo29 16. Dez 2016

Schau Dir die Chinesen an. Ein ausreichendes KnowHow ist jedenfalls deutlich schneller...

Dwalinn 15. Dez 2016

Richtig aber Strom kann umweltfreundlich hergestellt werden. Versuch das mal mit Benzin.

Dwalinn 15. Dez 2016

Auch ein Chevy Bolt ist mMn viel zu teuer. Andere Mittelklasse wagen sind entweder...

ChMu 14. Dez 2016

Damit man relativ normale Tanks nehmen kann, da kommts dann nur auf die Isolierung an...

Tyantreides 14. Dez 2016

"Bundesregierung will fördern" heisst doch am Ende dass das gleiche passiert wie bei...


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