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Brennstoffzelle: BMW und Toyota planen Wasserstoffautos

Wasserstoffautos gelten gegenüber reinen Elektromodellen als unterlegen, doch BMW und Toyota kooperieren nun auf diesem Feld.
/ Andreas Donath
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BMW iX5 Hydrogen (Bild: BMW)
BMW iX5 Hydrogen Bild: BMW

BMW und Toyota kooperieren bei der Produktion von Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeugen. Schon 2025 wollen die beiden mit der Serienproduktion und dem Verkauf von gemeinsam entwickelten Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeugen beginnen, teilte Pieter Nota, BMWs Vertriebschef, gegenüber der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei Asia(öffnet im neuen Fenster) mit.

Technische Details gibt es bislang nicht. Nota betonte, dass die Technik vor allem relevant für größere SUVs sei. Mit dem BMW iX5 Hydrogen (öffnet im neuen Fenster) hatte BMW in Polarkreisnähe Tests durchgeführt. Auf den Markt kam dieses Fahrzeug bislang jedoch nicht, auch wenn es auf der letztjährigen Münchener Automobilausstellung vorgestellt wurde. Der iX5 Hydrogen soll eine Leistung von 125 Kilowatt erbringen, doch wichtige Daten wie die Reichweite liegen nicht vor. Eine Kleinserie soll noch 2022 gebaut werden.

BWM baut sowohl Verbrennerfahrzeuge als auch batterieelektrische Autos. Sowohl für Elektroautos, aber vor allem für Wasserstoffautos ist die Infrastruktur noch nicht in einem Zustand, der eine so gute Versorgung erlaubt, wie es bei fossilen Brennstoffen der Fall ist.

Mirai ist bereits alltagstauglich

Toyota hat bereits Wasserstoffautos im Sortiment. Der Mirai ist ein Fahrzeug mit Brennstoffzelle und Akku, das auch in Deutschland verkauft wird. Mittlerweile gibt es auch eine zweite Generation des Fahrzeugs. Der Antrieb des Mirai II hat mit 134 kW 20 kW mehr Leistung als der erste Mirai. Schneller fährt das Auto aber nicht: Die Höchstgeschwindigkeit ist wie zuvor bei 174 km/h abgeregelt. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h verbessert sich geringfügig auf 9,2 Sekunden.

Statt zwei wie der Vorgänger hat der neue Mirai drei Tanks mit einem Volumen von 144 Litern und einer Kapazität von 5,6 kg. Ein größerer Tank liegt unter der Mittelkonsole, zwei kleinere unter Rückbank und Kofferraum. In diesem Bereich ist auch der Hinterradantrieb sowie der Akku verbaut, ein Lithium-Ionen-Akku mit 84 Zellen. Der neue Mirai fährt mit einer Tankladung nach Herstellerangaben gut 650 km weit.


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