Brendan Iribe: Oculus warnt Konkurrenz vor unfertigen VR-Headsets

Auf der Konferenz Web Summit(öffnet im neuen Fenster) im irischen Dublin hat Oculus-Mitbegründer Brendan Iribe über seine Erfahrungen mit anderen VR-Headsets berichtet, wie Cnet meldet(öffnet im neuen Fenster) . Diese seien, ebenso wie das Rift, noch nicht marktreif, sagte Iribe. Deshalb habe er auch Vertreter von Sony – die mit ihrem Project Morpheus an einem Headset arbeiten – eingeladen, um sich das Rift anzusehen. Der Oculus-Manager gab den konkurrierenden Entwicklern auf den Weg: "Schaut euch das an, und stellt sicher, dass euer Produkt genauso gut ist oder zumindest nahe dran kommt. Vergiftet nicht den Brunnen."
Dieser letzte Satz "Don't poison the well" hat im US-Englisch wenig mit der deutschen Redewendung von Brunnenvergiftern zu tun. Vielmehr wird er in der Hightech-Branche oft genutzt, wenn eine nicht ausgereifte Technik auf den Markt losgelassen wird, die so scheitert, dass sich für Jahre niemand mehr daran versucht. Das befürchtet auch Brendan Iribe für VR-Brillen. Zuerst müssten Probleme wie die sich bei manchen Nutzern einstellende Übelkeit gelöst werden, sagte er laut Cnet.

Das betrifft nicht nur Sony: "Wir machen uns ein wenig Sorgen, dass einige der größeren Unternehmen ein Produkt herausbringen, das nicht fertig ist" , sagte Irvine weiter. Das kann außer auf Sony auch als Anspielung auf Samsung verstanden werden, das ebenfalls an einem VR-Headset arbeitet.
Auch das eigene Produkt hält der Oculus-Manager noch nicht für fertig entwickelt. Er gab zwar an, dass der Marktstart des Rift nur noch Monate – und nicht etwa Jahre – entfernt sei. Die Frist belaufe sich aber auf "viele" Monate, so Brendan Irvine. Erst wenige Tage zuvor hatte das Unternehmen angekündigt, dass es immerhin noch 2014 seinen Onlineshop Oculus Home eröffnen will . Darin soll aber zuerst nur Software angeboten werden, vermutlich für die Entwickler-Versionen des Rift, und Geräte wie Samsungs Gear VR .