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Breko: Wie es mit der 5G-Auktion weitergeht

Bestimmte Bereiche des Frequenzspektrums für 5G werden gar nicht versteigert, sondern gehen per Zuteilung an die Automobilkonzerne und Siemens. Auch die Stadtnetzbetreiber bekommen wohl etwas ab.
/ Achim Sawall
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Mündliche Anhörung der Bundesnetzagentur am 13. Juli (Bild: Bundesnetzagentur)
Mündliche Anhörung der Bundesnetzagentur am 13. Juli Bild: Bundesnetzagentur

Die öffentliche Anhörung der Bundesnetzagentur zur 5G-Auktion hat wichtige Ergebnisse gezeigt. Wie der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) am 25. Juli 2018 bekannt gab(öffnet im neuen Fenster) , wird der Frequenzbereich von 3,7 bis 3,8 GHz wohl nicht Gegenstand der geplanten Auktion sein: Er soll für regionale Anwendungen reserviert werden, was der Breko ausdrücklich begrüßt, "um auch regional den Eintritt weiterer Anbieter zu ermöglichen und so die Produkt- und Anbietervielfalt zu steigern" .

Hier geht es um die Bereiche 3.700 MHz bis 3.800 MHz und 26 GHz. Die Bundesnetzagentur hatte entschieden , eine Versteigerung für bundesweite Nutzungsrechte der Frequenzen bei 2 Gigahertz und 3,6 Gigahertz anzuordnen.

Interessenten seien die Wirtschaft und Industrie, die Frequenzen für autarke Funknetze für Anwendungen wie Industrie 4.0 forderten. Automobilkonzerne und Siemens machen hier erheblichen Druck.

5G: Wann es konkret wird

Dem Vernehmen nach wird der Beirat der Bundesnetzagentur auf seiner Sitzung am 24. September über die konkreten Vergabebedingungen und Auktionsregeln beraten; am 26. November sollen diese final beschlossen werden.

Mobile Virtual Network Operator (MVNO) ohne eigenes Netz sollten verpflichtend Zugang zu den 5G-Netzen erhalten. Dies sei ein Beitrag für den Wettbewerb auf den Mobilfunkmärkten und auch für eine effizientere Nutzung knapper Frequenzressourcen, betonte der Breko.

Durch die Anbindung aller Mobilfunk-Basisstationen mit reiner Glasfaser werde die optimale Voraussetzung für 5G-Netze geschaffen. Diese würden festnetzbasierte Glasfaseranschlüsse auf diese Weise als "mobile Glasfaser" sinnvoll ergänzen. 5G werde Glasfaseranschlüsse bis in alle Gebäude also keinesfalls ersetzen. Vielmehr wirkten diese komplementär zu 5G-Netzen.


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