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Breko und Vatm: Telekom kann Glasfaserausbau ab 1 MBit/s verhindern

Die Telekom kann Konkurrenten offenbar daran hindern, für neue Kabelverzweiger mit Glasfaseranbindung näher zum Kunden zu zahlen, wenn im Ausbaugebiet die Hälfte der Bewohner mit 1 MBit/s versorgt ist. Dagegen wehrt sich ein Betreiber jetzt bei der Bundesnetzagentur.
/ Achim Sawall
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Glasfaser einblasen (Bild: Ewe Tel)
Glasfaser einblasen Bild: Ewe Tel

Die Branchenverbände Breko und Vatm kritisieren(öffnet im neuen Fenster) , dass die Deutsche Telekom den Glasfaserausbau verhindern könne, wenn in einem Ausbaugebiet die Hälfte der Bewohner mit 1 MBit/s versorgt sind. Dabei berufe sich die Telekom auf eine "mittlerweile veraltete Verfügung der Bundesnetzagentur" .

So habe die Telekom verweigert , neue Kabelverzweiger mit Glasfaseranbindung näher zum Kunden zu errichten oder sie zu verlegen. Und das auch dann, wenn die Konkurrenten hierfür die Kosten übernehmen. "Um keine Kunden zu verlieren, blockiert die Telekom den Breitbandausbau der Wettbewerber" , sagte Vatm-Geschäftsführer Jürgen Grützner. "Es sollte unser gemeinsames Ziel sein, die Glasfaser so weit wie möglich in die Nähe der Bürger auch auf dem Land zu bekommen." Wer dies behindere, mache Breitbandgipfel von Ministern und Ministerpräsidenten zur Farce.

Deshalb habe die Ewe-Tochter Ewe Tel bei der Bundesnetzagentur ein Regulierungsverfahren gegen die Telekom eingeleitet. Am vergangenen Freitag fand dazu bei der Bundesnetzagentur eine erste Anhörung statt.

Laut Breko-Geschäftsführer Stephan Albers unterstützen viele alternative Netzbetreiber den Antrag der Ewe Tel. Vatm steht für Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten, der Breko ist der Bundesverband Breitbandkommunikation. Im Breko sind viele Stadtwerke Mitglied, aber auch große Netzbetreiber wie Telefónica und Netzwerkausrüster wie Cisco und Huawei.

Telekom-Sprecher Philipp Blank sagte Golem.de: "Schaltverteiler sind keine Lösung, sondern verhindern den weiteren Breitbandausbau, weil sämtliche Kabelverzweiger, die dahinter liegen, nicht mit der viel leistungsfähigeren Vectoring-Technologie erschlossen werden können. Statt erneut regulatorische Debatten anzuzetteln, sollte die gesamte Branche endlich in den Aufbau moderner Breitbandnetze investieren. Die Menschen brauchen keine Bastelllösungen mit veralteter Technologie, sondern schnelle Anschlüsse."


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