Breko: Nutzer befürworten Wettbewerb auf dem Telekom-Markt
Verschiedene Anbieter beim Internetzugang sind besser als ein Monopol. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Bundesverbands Breitbandkommunikation (Breko) unter Nutzern, die am 25. März 2026 vorgelegt wurde(öffnet im neuen Fenster) . So sind 58,1 Prozent der Meinung, Wettbewerb bringe niedrigere Preise.
49,5 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass das Ende des Telekom-Monopols mehr Tarifauswahl gebracht habe. Für 38,2 Prozent kamen damit flexiblere Verträge und für 34,6 Prozent bessere Leistung. Besserer Service wurde durch die Konkurrenzsituation für nur 25 Prozent erreicht. Für 13,9 Prozent brachte der Wettbewerb gar keinen Vorteil.
Breko-Präsident Norbert Westfal betonte bei der Eröffnung der Fiberdays 26 in Frankfurt, die Konkurrenten der Telekom seien in den vergangenen Jahren Garanten für Angebotsvielfalt und die treibende Kraft des Glasfaserausbaus gewesen. "Ein schneller Glasfaserausbau in Deutschland gelingt nur, wenn alle investierenden Unternehmen sich auf faire und stabile Rahmenbedingungen verlassen können" , sagte er.
Im Breko sind viele Stadtnetzbetreiber organisiert und haben entsprechenden Einfluss. Große und bestimmende Mitglieder sind die Netzbetreiber Ewe Tel, 1&1 Versatel und Deutsche Glasfaser.
Ehemalige Staatsmonopolkonzerne wollen Regulierungsende und Fusionsfreiheit
Auf europäischer und nationaler Ebene wird aktuell gleich an mehreren zentralen regulatorischen Veränderungen parallel gearbeitet: dem Digital Networks Act (DNA) der EU, an erheblichen Änderungen am Telekommunikationsgesetz, der Kupferabschaltung und der von der Bundesnetzagentur angestoßenen Diskussion über eine regional unterschiedliche Regulierung im Festnetzmarkt.
Breko-Geschäftsführer Stephan Albers erklärte: "Derzeit sind so viele regulatorische Neuerungen in Arbeit wie seit der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes nicht mehr. All diese Vorhaben zeigen in ihrer Dichte auch die Versäumnisse von Politik und Regulierung der vergangenen Jahre. " Jetzt müssten zügig die richtigen Entscheidungen getroffen werden.
Ehemalige Staatsmonopolkonzerne wie Telekom, Telefónica, Orange oder Tim (Telecom Italia) versuchen in der EU ein Ende der Regulierung und die Genehmigung großer Übernahmen durchzusetzen, weil sie nur durch Größe gegen US-amerikanische Big-Tech-Konzerne bestehen könnten.
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