Breko: Lokale 5G-Netze sollen sicherer als bundesweite sein

Lokale, unabhängige 5G-Netze sollen grundsätzlich sicherer sein als ein einziges, bundesweites Netz. Das gab der Breko (Bundesverband Breitbandkommunikation) am 9. Juli 2019 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Das betreffe nicht nur die Angriffssicherheit, sondern auch die Ausfallsicherheit, also Betriebsfähigkeit.
Die Bundesnetzagentur müsse nun zeitnah die Vergabe der für die lokale Nutzung vorgesehen 5G-Frequenzen bei 3,7 bis 3,8 GHz sowie 26 GHz starten. Die 5G-Frequenzauktion wurde Mitte Juni abgeschlossen und nun ist der Entwurf einer Verwaltungsvorschrift für Frequenzzuteilungen für lokale Frequenznutzungen veröffentlicht worden. Der baden-württembergische Netzbetreiber Netcom BW, eine Tochter des Energieversorgers EnBW, befindet sich zurzeit in Gesprächen mit mehreren Mittelständlern, die über kein spezifisches Know-how in der Planung, Realisierung und dem Betrieb solcher Funknetze verfügen.
Bernhard Palm, Geschäftsführer der Netcom BW und Breko-Präsidiumsmitglied sagte: "Die Bundesnetzagentur muss nun zügig die Bedingungen für die Beantragung und Zuteilung der lokalen 5G-Frequenzen bekanntgeben, damit der Vergabeprozess schnellstmöglich starten kann." Anträge auf Frequenzzuteilung können laut Bundesnetzagentur derzeit noch nicht gestellt werden, da die Gebührenhöhe noch nicht festgelegt wurde.
5G als mobile Glasfaser
Die Frequenzbereiche würden nicht versteigert, sondern sind von der Bundesnetzagentur ausdrücklich für lokale Anwendungen reserviert worden und würden nun gesondert vergeben, was der Breko begrüßt, um auch lokal den Eintritt weiterer Anbieter zu ermöglichen und so die Produkt- und Anbietervielfalt zu steigern.
"Die Bundesnetzagentur muss nun zeitnah die Vergabe der lokalen 5G-Frequenzen starten, damit insbesondere die zahlreichen mittelständischen Unternehmen - das Rückgrat der deutschen Wirtschaft - von leistungsfähigen 5G-Lösungen profitieren können" , sagte Breko Geschäftsführer Stephan Albers. Glasfaser bis zum Unternehmen in Verbindung mit "5G als mobiler Glasfaser" sei bedeutend für den Wettbewerb.
Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), betonte: "Aktuell gilt es vor allem, die lokalen 5G-Frequenzen an den Start zu bringen."
Viele der rund 190 Netzbetreiber bauen lokal und regional Glasfasernetze bis in die Gebäude oder bis direkt zum Anschluss des Kunden. "Über die Zuteilung lokaler Frequenzen können sie insbesondere Geschäftskunden maßgeschneiderte Angebote machen" , wie etwa die Vernetzung mehrerer Standorte als Campusnetze, die Implementierung von Machine-to-Machine-Ausrüstung (M2M) und eine garantierte Netzabdeckung vor Ort, erläuterte Albers.



