Breko: FTTH-Investitionen der Telekom-Wettbewerber erstmals rückläufig
Die Zahl der neu mit Glasfaser angeschlossenen Haushalte und Gebäude (Homes Connected) ist stark rückläufig. Das hat die Breko-Marktanalyse vom 2. September 2026(öffnet im neuen Fenster) ergeben, durchgeführt von IW Consult. Demnach kamen binnen zwölf Monaten, von Mitte 2025 bis Mitte 2026, nur noch 1,2 Millionen Homes Connected hinzu, nach 2,1 Millionen im Zeitraum Mitte 2024 bis Mitte 2025.
Bei Homes Connected "haben wir deutlich geringere Raten", sagte Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Die Ausbauquote stieg laut Breko auf 62 Prozent, die Anschlussquote nur geringfügig auf 29,8 Prozent. Die Take-up-Rate blieb bei 27 Prozent.
Lösung: Kupfer-Glasfaser-Upgrades im Digital Networks Act
Die Investitionen der Telekom-Wettbewerber waren erstmals seit einem Jahrzehnt rückläufig: von 10,2 Milliarden Euro (2024) auf 9,8 Milliarden Euro. "Netzbetreiber schließen Gebäude angesichts hoher Bau-, Material- und Finanzierungskosten also nicht mehr auf Vorrat an", erklärte der Breko.
Hausanschlüsse würden kaum noch ohne vorliegenden Kundenvertrag (Homes Activated) gelegt, da der Hausstich mit mittleren Kosten von 1.950 Euro pro Anschluss der teuerste Teil des gesamten Glasfaserausbaus sei.
Breko-Präsident Norbert Westfal sagte: "Die Homes-Passed-Quote muss als maßgeblicher Hebel angesetzt werden, statt den Wechsel an einer hohen Rate bereits fertig angeschlossener Gebäude festzumachen."
Von der Bundesregierung und der Bundesnetzagentur erwarte der Verband, sich für eine "regelgebundene Ausgestaltung des Kupfer-Glasfaser-Upgrades im Digital Networks Act" einzusetzen.
Es müsse ein Ende der Werbung für DSL geben, forderte der Breko-Vertreter. "Ganz konsequent mit einer Abschaltung der Kupfernetze.", sagte Westfal.
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