Breko: EU wird Vectoring in Deutschland fördern

Durch Fördergelder wird sich der Ausbau von VDSL2-Vectoring in Deutschland beschleunigen. Bisher hat es dafür keine Förderung gegeben, auch nicht auf dem Land.

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Techniker an einem Kabelverzweiger der Deutschen Telekom
Techniker an einem Kabelverzweiger der Deutschen Telekom (Bild: Mattes)

Die EU-Kommission wird die VDSL2-Vectoring-Technik als förderfähig anerkennen. Wie der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) am 7. Januar 2014 erklärt hat, hat sich das deutsche Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur dafür in Brüssel eingesetzt. Bislang erhielten Netzbetreiber bei öffentlich geförderten Ausbauprojekten keine Fördermittel, wenn sie VDSL2-Vectoring-Anschlüsse aufbauten.

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Es geht bei der EU-Entscheidung um die prinzipielle Förderfähigkeit: Wenn VDSL2-Vectoring förderfähig wird, können Länder und Kommunen auch VDSL2-Vectoring für geförderte Projekte zulassen. Die Fördergelder kommen aus Programmen der Bundesländer oder dem KfW-Förderprogramm, wie es die Digitale Agenda entwirft.

"Mit dem Einsatz von VDSL2-Vectoring können die Netzbetreiber des Breko insbesondere Haushalten in ländlichen Regionen genauso schnelles Internet wie in Städten oder Ballungsräumen zur Verfügung stellen und damit einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Breitbandziele der Bundesregierung leisten", sagt Breko-Präsident Norbert Westfal. Mit VDSL2-Vectoring werde Glasfaser bis zum Kabelverzweiger verlegt und damit die Grundlage für den darauf aufbauenden Glasfaserausbau bis ins Gebäude oder direkt bis in die Wohnung gelegt.

Mit der geplanten Förderfähigkeit von Vectoring werde es allerdings umso wichtiger, dass alle Marktteilnehmer gleichermaßen an entsprechenden Ausschreibungen teilnähmen. Die Rahmenbedingungen für solche Förderprogramme müssten diskriminierungsfrei werden, so der Breko.

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Vectoring reduziert die gegenseitige Störung durch Far End Crosstalk (FEXT) benachbarter Kupferdoppeladern eines Kabels. Dieser Prozess verlangt eine hohe Rechenleistung in den aufgerüsteten DSLAMs. Das System errechnet für jede einzelne Kupfer-Doppelader eines Bündels die jeweiligen Störeinflüsse und sendet neben dem eigentlichen Nachrichtensignal ein abhängig von den errechneten Störeinflüssen erzeugtes Gegensignal in die jeweilige Doppelader. So werden die durch Übersprechen entstehenden Störsignale fast ausgeschaltet.

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