Breko: Bundesnetzagentur verzögert LTE-Ausbau
LTE-Stationen können nicht eingeschaltet werden, weil ein Stempel der Bundesnetzagentur fehlt. Die Behörde genehmigt die Anbindung jeder LTE-Basisstation mit Richtfunkstrecken einzeln.
Bundesnetzagentur und das Bundeswirtschaftsministerium verzögern den LTE-Ausbau. Das hat der Branchenverband Breko am 17. August 2012 erklärt. Zu dem Verband gehören Telefónica Deutschland, Ewe Tel, Eifel-net, die Stadtwerke Neumünster und Versatel.
Für die Anbindung der LTE-Basisstationen verwenden Mobilfunknetzbetreiber Richtfunkstrecken, die jeweils einzeln von der Bundesnetzagentur genehmigt werden. Hier hat sich laut Angaben des Verbandes ein Stau von mehreren tausend Anträgen gebildet, obwohl gesetzlich eine Bearbeitungszeit von sechs Wochen vorgesehen sei. Mehrere zehntausend Anträge seien noch nötig, bis die LTE-Netze voll ausgebaut seien.
"Schon heute gefährdet der Antragsstau den Netzausbau und somit letztlich auch die Breitbandziele der Bundesregierung", sagte Breko-Geschäftsführer Stephan Albers. Markus Haas, Managing Director bei Telefónica Germany, erklärte, es sei "sehr bedauerlich, dass nach Milliardeninvestitionen der Mobilfunknetzbetreiber in Frequenzausstattung nun der zügige Netzausbau an Personal- und Ressourcenknappheit bei der Bundesnetzagentur scheitert."
"Wir laufen in eine dramatische Entwicklung, die nachhaltig den LTE-Ausbau beeinträchtigt", heißt es in einem zweiseitigen Brandbrief des kommenden Vodafone-Deutschland-Chefs, Jens Schulte-Bockum, an Behördenchef Jochen Homann, der der Financial Times Deutschland vorliegt.
Die Bundesnetzagentur hat die Probleme bestätigt. Die Behörde sei dabei, an einer Lösung zu arbeiten, so ein Sprecher. Geplant seien die Einstellung von mehr Personal und die vorrangige Bearbeitung von Anträgen für besonders wichtige Mobilfunkstationen.
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Mitlerweile braucht jede Leitung eine Genehmigung. Früher hatte dafür wohl eine...
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