Breitbandmessung: Nur jeder Dritte bekommt die volle Download-Datenrate
Bei nur 36,5 Prozent der Nutzer wird die vertraglich vereinbarte maximale Download-Datenrate im Festnetz voll erreicht. Das geht aus dem sechsten Jahresbericht der Breitbandmessung der Bundesnetzagentur hervor, der am 14. Juni 2022 veröffentlicht wurde. 83,5 Prozent erhielten immerhin mindestens die Hälfte.
Der neue Chef der Bundesnetzagentur Klaus Müller sagte: "Die Ergebnisse sind noch nicht zufriedenstellend. Kunden erreichen weiterhin oft nicht die versprochene Internetgeschwindigkeit" . Im Mobilfunk, wo sich alle Nutzer die Kapazität einer Funkzelle teilen müssen, erreichten nur 2,6 Prozent die volle Datenrate.
Die Bandbreiteklasse 7, wo viele Koaxialanschlüsse sind, zeigte bei 200 MBit/s bis kleiner 500 Mbit/s "eine Senke in den frühen Abendstunden. Dies geht auf mehrere Anbieter in dieser Klasse zurück" , wertet die Bundesnetzagentur aus.
Prozentual erreichte Datenübertragungsrate leicht abgesunken
Bei einer großen Mehrheit der Anbieter wurden höhere absolute Datenübertragungsraten gemessen als im Vorjahr. Für eine knappe Mehrheit ist die prozentual erreichte Datenübertragungsrate im Vergleich zum Vorjahr jedoch leicht abgesunken oder unverändert, heißt es in dem Bericht.
Der Bericht umfasst den Messzeitraum von acht Monaten bis zum 30. September 2021. Insgesamt wurden seit dem 1. Februar 2021 für die Messung mit der Desktop-App 167.985 und für die Browsermessung 315.638 valide Messungen gezählt. Im Mobilfunk waren es 441.233. Die Desktop-App soll genauere Ergebnisse bringen.
Die Mehrheit der Kunden bewertete die Leistung des Breitbandanschlusses beziehungsweise Anbieters positiv und vergab Noten von 1 bis 3. Dabei war der Anteil zufriedener Kunden mit 58,9 Prozent seit Jahren weiterhin rückläufig (2019/2020: 60,7 Prozent, 2018/2019: 61,4 Prozent und 2017/2018: 62 Prozent). Weniger als 10 Prozent der Kunden bewerteten ihren Anschluss mit den Noten 5 oder 6.
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