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Die bisherige Mess-App der Bundesnetzagentur
Die bisherige Mess-App der Bundesnetzagentur (Bild: Bundesnetzagentur)

Breitbandmessung: Neue Desktop-App fällt bei Verbraucherschützern durch

Die bisherige Mess-App der Bundesnetzagentur
Die bisherige Mess-App der Bundesnetzagentur (Bild: Bundesnetzagentur)

Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat die geplante Software der Bundesnetzagentur für eine "gerichtsfeste" Breitbandmessung vorab getestet und schlechte Noten dafür ausgestellt. Er hält das Werkzeug in vielen Bereichen für "unzumutbar".

Die Bundesnetzagentur will interessierten Nutzern bald ein fest installierbares Werkzeug zur Verfügung stellen, mit dem die Qualität breitbandiger Internetanschlüsse im Festnetz verlässlicher gemessen werden kann. Es soll die bisherige browserbasierte Breitbandmessung ergänzen und die Analyse der Netzgeschwindigkeit "gerichtsfest" machen. Verbraucher könnten damit einem Anbieter besser nachweisen, unter welchen Voraussetzungen er die vertraglich vereinbarte Leistung gegebenenfalls nicht erbringt. Der Otto-Normal-Surfer dürfte sich aber schwertun, das Programm ordnungsgemäß einzusetzen.

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Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) konnte die von der Ismaninger Firma Zafaco im Auftrag der Regulierungsbehörde entwickelte Desktop-App im Dezember vorab testen und hat jüngst einen Ergebnisbericht veröffentlicht. Die Prüfer der Windows-Version kommen darin zu dem Schluss, "dass die Menge der scheinbar relevanten Parameter viele Verbraucher gänzlich davon abschrecken" dürfte, "das Tool überhaupt zu nutzen".

Dem VZBV erscheint es unter anderem "unzumutbar vom Verbraucher zu verlangen, während der Messung auf den Virenschutz und die Firewall zu verzichten und so sein Endgerät und die darauf gespeicherten Daten einem unnötigen Risiko auszusetzen". Aus Konsumentensicht seien "die Vielzahl der Vorgaben und deren unterschiedliche Auswirkungen auf die Möglichkeit", eine Messung durchzuführen, "unübersichtlich und überfordernd".

Der Nutzer werde vor dem Start der Software zwar darauf hingewiesen, dass er "die nachfolgend dargestellten technischen Hinweise und Empfehlungen" beachten und dies bestätigen müsse. Es bleibe aber unklar, "welche Auswirkungen sich auf eine spätere gerichtliche Verwertbarkeit ergeben, sofern durch das System nicht überprüfbare Vorgaben durch den Verbraucher unbeachtet bleiben".

Datenhunger der Anwendung in der Kritik

Um die Leistungsfähigkeit eines Festnetz-Internetanschlusses verlässlich überprüfen und unerwünschte Einflüsse auf die Messung ausschließen zu können, sollen nach Angaben der Bundesnetzagentur verschiedene Komponenten der Endnutzerumgebung erfasst werden. So ist etwa "eine Erkennung der genutzten Verbindungsart" vorgesehen, da etwa eine WLAN-Nutzung ausgeschlossen werden soll. Auch die maximale Geschwindigkeit der Netzwerkkarte kann erfasst werden.

Datenschützer beklagen, dass sehr viele, teils sensible Konstanten aus der Nutzerumgebung in die Messung einfließen sollen. Erheben wollte Zafaco laut einer Produktpräsentation aus dem vorigen Jahr etwa die Auslastung des Prozessors und verschiedener Speicher, die Konfiguration der genutzten lokalen Netzwerkschnittstelle wie Mac und IP-Adresse sowie Netzmaske und Gateway. Die Regulierungsbehörde steht dazu nach ihrer Darstellung im Austausch mit der Bundesdatenschutzbehörde. Die Antwort auf eine Anfrage von Golem.de bei der Aufsichtsinstanz zum Stand der Dinge steht noch aus.

Verbraucherschützer bemängeln Überforderung der Nutzer 

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Baron Münchhausen. 15. Feb 2018

Etwas OT Zu dem sie einen neuerdings schicken wenn es probleme gibt. Kein https redirect...

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Prokopfverbrauch 15. Feb 2018

Ok dann hat sich das schon geklärt, danke für die Info.

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nille02 15. Feb 2018

Zumal Windows auch Auskunft über die Bandbreite gibt die andere Prozesse nutzen. Diese...

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Prokopfverbrauch 15. Feb 2018

Das Problem steht ja wirklich im Artikel. Will man es "rechtssicher" machen, so müssen...

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Prokopfverbrauch 15. Feb 2018

Das ist das Problem. Hätten wir flächendeckende Open-Access FTTB Netze, und man könnte...

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