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Breitbandmessung: ECIX wirft Bundesnetzagentur technische Inkompetenz vor

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Der Betreiber des zweitgrößten Internetknotens in Deutschland, ECIX, streitet mit der Bundesnetzagentur weiter um die Breitbandmessung der Behörde. Dabei wird der Ton von ECIX schärfer.

Die Peering GmbH, der Betreiber des zweitgrößten Internetknotens in Deutschland, ECIX, wirft der Bundesnetzagentur im Streit um die Breitbandmessung einen "besorgniserregenden Mangel an technischer Kompetenz" vor. Sämtliche für die Messungen verwendeten Server befänden sich im Netz des Internetproviders Core-Backbone, weshalb bei der Breitbandmessung nur eine willkürliche stichprobenartige Messung zu einem der fast 60.000 AS-Netze des Internets stattfinde. Gerade zu den Content-Providern wie Netflix und Amazon fehlten Angaben.

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Laut Bundesnetzagentur wird bei einem Test zur Breitbandmessung eine Ende-zu-Ende-Messung zwischen dem Computer des Nutzers und einer definierten Messgegenstelle im offenen Internet durchgeführt. "Die Messserver der Breitbandmessung für Festnetzmessungen stehen in Frankfurt am Main in unmittelbarer Nähe zum weltweit größten Internet-Austauschknoten DE-CIX und sind direkt mit diesem verbunden."

Messserver nicht direkt mit Internetknoten verbunden

Christian von der Ropp, Director Interconnection, ECIX Peering, sagte Golem.de am 6. Oktober 2017: "Ein Messserver kann schon rein technisch nicht direkt mit einem Internetknoten verbunden sein, da hier zwingend ein BGP-Router vorgeschaltet sein muss, der den Datenaustauch über einen Internetknoten überhaupt erst ermöglicht."

Mit der Behauptung, die Messserver befänden sich in unmittelbarer Nähe zum DE-CIX, suggeriere die Bundesnetzagentur auch die Erreichbarkeit der Messserver darüber. Doch gerade dies ist laut von der Ropp nicht der Fall, denn die Messserver befänden sich im AS-Netz der Firma Core Backbone und damit hinter deren BGP-Router.

Die Core-Backbone lasse wegen vermeintlich "selektivem Peering" die Erreichbarkeit der Messserver nicht für jeden Netzbetreiber zu. Angeraten würde da, dass Internet Service Provider an mindestens drei geografisch verteilten Standorten eine Zusammenschaltung vornähmen, also entsprechend viele Berührungspunkte der beiden Netze existierten. "Viele betroffene Internet Service Provider können diese oder andere Bedingungen nicht erfüllen und werden so vom Peering mit der Core-Backbone ausgeschlossen", sagte von der Ropp.

Daniel Maresch von Core-Backbone erklärte Golem.de am 12. August 2017: "Zu allen namhaften deutschen Last-Mile Provider unterhalten wir als Netzbetreiber redundante Verbindungen einerseits über dedizierte direkte n-fache 10G/100G Links, sowie gleichzeitig auch über die größten europäischen non-profit Austauschknoten direkte Peerings (DECIX, AMSIX, LINX, NETNOD). Natürlich möchten wir auch kleinere Austauschknoten oder Last-Mile Provider motivieren, direkte Verbindungen herzustellen."


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ldlx 06. Okt 2017

Wie stellst du dir das mit den örtlichen Versorgungsbetrieben vor, die ein Glasfasernetz...

eeg 06. Okt 2017

Bei der Wahl nicht aufgepasst? Östlich = Rechts ;-) Ich sage auch ständig: das wird...

TmoWizard 06. Okt 2017

"Merkeln" die das jetzt erst? Alleine der Name "Bundesnetzagentur" sagt doch eigentlich...

park3r 06. Okt 2017

Netze bauen können Sie alle, und besonders die von der Bundesnetzagentur. Die haben...



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