Breitbandgipfel: 2.000 Euro für FTTH im Gewerbegebiet sind akzeptiert

In Gewerbegebieten gibt es eine Förderung des Bundes für den Ausbau von Fiber to the Home. Diese wird gut angenommen, dennoch gibt es ein Problem.

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im Brauckmüller, Geschäftsführer des Breitbandbüros des Bundes auf der Cebit 2017
im Brauckmüller, Geschäftsführer des Breitbandbüros des Bundes auf der Cebit 2017 (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Eine Eigenbeteiligung in Höhe von 2.000 Euro für Unternehmen in Gewerbegebieten für Fiber to the Home (FTTH) stellt kein Problem dar. Tim Brauckmüller, Geschäftsführer des Breitbandbüros des Bundes, sagte auf dem Breitbandgipfel CeBit 2017 am 20. März 2017: "Viele sagen, sie hätten zuvor höhere Angebote bekommen, über 2.000 Euro wird gar nicht diskutiert."

Dagegen sei schon eine größere Schwierigkeit, dass sich 80 Prozent der Unternehmen beteiligen müssten, damit die Förderung ausbezahlt werde. "Dies ist schon eine hohe Hürde." Es lohne sich aber sonst nicht, den Ausbau zu machen, so Brauckmüller.

Das Ziel des Förderprogramms sei, einen Ausbau mit einer Datenübertragungsrate von 1 Gigabit pro Sekunde symmetrisch zu erreichen.

Ausbau WLAN gehört dazu

Eine weitere Vorgabe sei der Ausbau WLAN, erklärte Brauckmüller. Aber der Mittelstand brauche dabei auch eine Standardisierung, Rechenzentren und eine Energieversorgung. Bei der Planung müssten die bestehenden Netze besser berücksichtigt werden. "Die LTE-Standorte werden nicht bedacht. Ich habe noch keine Planung gesehen, die das berücksichtigt."

Das Sonderprogramm Gewerbegebiete des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wurde im Januar 2017 vorgestellt. Es stellt 350 Millionen Euro bereit, um unterversorgte Gewerbe- und Industriegebiete sowie Häfen ans Glasfasernetz anzuschließen.

Der Fördersatz beträgt im Regelfall 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Der Höchstbetrag pro Projekt liegt bei 1 Million Euro. Das Bundesförderprogramm ist mit Förderprogrammen der Länder kombinierbar. "Die Förderanträge werden zügig behandelt, Zusagen sollen schnell erfolgen", hatte Minister Alexander Dobrindt versprochen.

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