Abo
  • IT-Karriere:

Breitbandförderung: Minister sieht "2020 richtig Kohle weg"

Die Breitband-Förderung ist laut Landesdigitalisierungsminister Christian Pegel nicht gescheitert. Er erklärt, wie das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern das Bundesförderprogramm gehackt habe.

Artikel veröffentlicht am ,
Christian Pegel bei seiner Rede beim FRK Breitbandkongress in Leipzig
Christian Pegel bei seiner Rede beim FRK Breitbandkongress in Leipzig (Bild: FRK)

Weil die Breitbandförderung ein komplexes Gefüge sei, würden die Mittel erst in den Jahren 2020 und 2021 abgerufen. Das sagte Christian Pegel (SPD), Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern, Golem.de am 17. September 2018 auf dem Breitbandkongress des mittelständischen Fachverbandes Rundfunk- und Breitbandkommunikation (FRK) in Leipzig. Er äußerte sich verwundert über die Antwort des Bundesverkehrsministeriums zu dem Thema.

Stellenmarkt
  1. Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Neckarsulm
  2. WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH, Wuppertal

"Du kriegst die Kohle erst, wenn du selbst die Rechnung gemacht hast. 2020 und 2021 wird richtig Kohle weg sein. Dann rollen hunderte Millionen Euro", erklärte Pegel. Mecklenburg-Vorpommern nehme sich im Zweifel mehr Zeit und mache es richtig, um Glasfaser auszubauen. Erste Mittelabflüsse gebe es auf Rügen.

Die Mittel für die Breitbandförderung werden laut einer Anfrage der Grünen an das Bundesverkehrsministerium noch langsamer abgerufen, als bisher bekannt war. Von dem im Jahr 2015 gestarteten Förderprogramm mit einem Volumen von 3,5 Milliarden Euro wurden nach Angaben der Bundesregierung im Juni 2018 bislang nur 26,6 Millionen Euro ausgezahlt. Für echte Bauprojekte wurden sogar nur 3,2 Millionen Euro ausgegeben.

Er hätte gerne darauf verzichtet, Breitbandkenntnisse zu erlangen, wenn schon das Netz ausgebaut gewesen wäre. "Dann hätte ich mich zurückgelehnt", sagte der Minister in seiner Rede. "Doch wir hatten bundesweit das größte Aufholpotential, man könnte auch sagen: den letzten Platz." Mecklenburg-Vorpommern sei mit einem Plan von oben in die Förderverfahren gestartet, "bei dem am Ende kein weißer Fleck bleiben soll. Je häufiger wir Glasfaser hinbekommen, desto besser". Man habe die Aufteilung des Landes in Kreise genutzt, um einheitlich vorzugehen. Zweckverbände seien wegen der vielen sehr kleinen Gemeinden nicht machbar gewesen.

Breitbandausbau: Vodafone hatte kein Interesse

Vodafone habe ihm früh telefonisch gesagt: "Wir sind nicht dabei." Er habe mit Stadtwerken und Versorgern gesprochen, um diese in das Projekt zu holen. "Wir sagten, wir brauchen Konkurrenz. Die Telekom ist für uns nicht gesetzt." An jede Ausschreibung seien Vertragsbedingungen herangehängt worden, dass Schulen, Krankenhäuser und Gewerbegebiete 1 GBit/s erhielten.

Pegel: "Alle Haken und Ösen ausgenutzt"

Bei der bundesweiten Breitbandförderung war nach den Worten von Pegel "so viel Geld im Pott, die Chance war einmalig. Wir haben 832 Millionen Euro geholt". Eines der schwächsten Bundesländer habe ein Viertel der gesamten Förderung bekommen. "Dabei haben wir alle Haken und Ösen ausgenutzt. Durch das Land wurde eine halbe Milliarde draufgelegt, dass die Gemeinden nichts draufzahlen müssen", betonte er.

Praktisch jeder Haushalt werde versorgt, nur die großen Städte seien dabei raus. Pegel sagte: "Von den 31 Aufträgen haben nur 9 die Telekom erhalten, der Rest verteilt sich auf Mittelständler." Das Land baue damit für 1,3 Milliarden Euro ein Glasfasernetz und erhalte pro Haushalt die höchsten Zuwendungen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 83,90€
  2. 98,99€ (Bestpreis!)
  3. 259€ + Versand oder kostenlose Marktabholung (aktuell günstigste GTX 1070 Mini)

bombinho 19. Sep 2018

Da gibt es noch ein weiteres Problem, fuer diesen Luxus muss er erheblich ueber dem...

bombinho 19. Sep 2018

Wobei die deutsche Bank zum Bruttoinlandsprodukt sehr viel weniger beitraegt als in...

bombinho 19. Sep 2018

Klingt fair, das handhaben wohl viele, wenn nicht gar die meisten, Anbieter so.

bombinho 19. Sep 2018

Das stimmt leider, die haben alle Haende voll zu tun, mit dem staendigen Zustrom an...

Herr Unterfahren 18. Sep 2018

Offensichtlich werfen Sie hier mehrere Dinge zusammen. Der Breitbandausbau ist...


Folgen Sie uns
       


Days Gone - Fazit

In Days Gone sind wir als Rocker Deacon St. John im zerstörten Oregon unterwegs und erleben das ganz große Abenteuer.

Days Gone - Fazit Video aufrufen
Zulassung autonomer Autos: Der Mensch fährt besser als gedacht
Zulassung autonomer Autos
Der Mensch fährt besser als gedacht

Mehrere Jahre haben Wissenschaftler und Autokonzerne an Testverfahren für einen Autobahnpiloten geforscht. Die Ergebnisse sprechen für den umfangreichen Einsatz von Simulation. Und gegen den schnellen Einsatz der Technik.
Von Friedhelm Greis

  1. Einride T-Pod Autonomer Lkw fährt in Schweden Waren aus
  2. Ingolstadt Audi vernetzt Autos mit Ampeln
  3. Wasserkühlung erforderlich Leistungshunger von Auto-Rechnern soll stark steigen

Katamaran Energy Observer: Kaffee zu kochen heißt, zwei Minuten später anzukommen
Katamaran Energy Observer
Kaffee zu kochen heißt, zwei Minuten später anzukommen

Schiffe müssen keine Dreckschleudern sein: Victorien Erussard und Jérôme Delafosse haben ein Boot konstruiert, das ohne fossilen Treibstoff auskommt. Es kann sogar auf hoher See selbst Treibstoff aus Meerwasser gewinnen. Auf ihrer Tour um die Welt wirbt die Energy Observer für erneuerbare Energien.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Umweltschutz Kanäle in NRW bekommen Ladesäulen für Binnenschiffe
  2. Transport DLR plant Testfeld für autonome Schiffe in Brandenburg
  3. C-Enduro Britische Marine testet autonomes Wasserfahrzeug

IT-Headhunter: ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht
IT-Headhunter
ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht

Marco Nadol vermittelt für Hays selbstständige Informatiker, Programmierer und Ingenieure in Unternehmen. Aus langjähriger Erfahrung als IT-Headhunter weiß er mittlerweile sehr gut, was ihre Chancen auf dem Markt erhöht und was sie verschlechtert.
Von Maja Hoock

  1. Bundesagentur für Arbeit Informatikjobs bleiben 132 Tage unbesetzt
  2. IT-Berufe Bin ich Freiberufler oder Gewerbetreibender?
  3. Milla Bund sagt Pläne für KI-gesteuerte Weiterbildungsplattform ab

    •  /