Abo
  • Services:
Anzeige
Die US-Kabelnetzbetreiber halten 4 MBit/s für schnell genug.
Die US-Kabelnetzbetreiber halten 4 MBit/s für schnell genug. (Bild: Fred Tanneau/AFP/Getty Images)

Breitbandausbau: US-Kabelnetzbetreiber halten vier MBit/s für ausreichend

Wie schnell soll schnelles Internet sein? Die großen US-Provider wollen die Latte für Breitbandverbindungen vorerst nicht höher legen lassen.

Anzeige

Die US-Kabelnetzbetreiber AT&T und Verizon wehren sich gegen eine Anhebung des Breitbandstandards von 4 auf 10 MBit/s in den USA. Angesichts des Investitionstempos der Industrie für sogenannte fortgeschrittene Möglichkeiten (advanced capabilities) beim Internetzugang gebe es keine Notwendigkeit, diese "fortgeschrittenen Möglichkeiten" neu zu definieren, heißt es in einer Stellungnahme von AT&T an die US-Regulierungsbehörde FCC. Das Verhalten der Kunden bestärke die Auffassung, dass eine Bandbreite von 10 MBit/s die Bedürfnisse übersteige, die die US-Amerikaner für ein hochwertige Standardübertragung benötigten. Dieser Auffassung schloss sich auch die National Cable & Telecommunications Association (NCTA) an.

Die FCC hatte zuletzt im Jahr 2010 ihre Breitbanddefinition von 200 KBit/s auf 4 MBit/s heraufgesetzt. Diese Übertragungsgeschwindigkeit soll 2012 bereits von 94 Prozent der Festnetzverbindungen in den USA erreicht worden sein. Nun hält die Behörde diese Geschwindigkeit aber für zu niedrig. Dabei geht sie von verschiedenen Nutzungsszenarien aus. Während ein Haushalt mit Wenignutzern noch mit 4 MBit/s auskommt, benötigt eine Haushalt bei moderater Nutzung bereits 7,9 MBit/s. Vielnutzer brauchen laut FCC hingegen 10 MBit/s, von denen 7 MBit/s für einen Film in Super-HD-Qualität, 1,5 MBit/s für ein gleichzeitiges Videogespräch, 1,1 MBit/s für Clouddienste und 0,4 MBit/s für "Background"-Dienste wie E-Mails benötigt würden.

Diese Kalkulation sei in mehrfacher Hinsicht fehlerhaft, moniert AT&T. Zum einen ließen sich die Werte nicht einfach addieren, da die Netzwerke den gleichzeitigen Nutzen der Dienste auch mit geringerer Bandbreite erlaubten. Zum anderen sollte der Spitzenbedarf der Vielnutzer nicht als Maßstab für die Definition genommen werden. Es treffe auch nicht zu, dass für eine HD-Video-Streaming 7 MBit/s benötigt würden. Nach Angaben von AT&T benötigen selbst Kunden, die über einen 12 MBit/s-Zugang verfügen, bei ihrem Spitzenbedarf weniger als 10 MBit/s.

Das Videostreamportal Netflix widerspricht hingegen den Angaben des Kabelnetzbetreibers. So empfiehlt Netflix eine Bandbreite von 5MBit/s für 720p-Videos, 7 MBit/s für 1080p, und 25 MBit/s für 4K-Videos. Auch Apple TV empfehle 6 MBit/s für HD-Videos und 8 MBit/s für Super-HD-Videos.

Sollte die FCC ihre Definition ändern, hätte dies Auswirkungen auf die Breitbandstatistik und würde die Netzbetreiber unter Druck setzen, ihre Ausbauziele zu erfüllen. Aus diesem Grund plädiert beispielsweise Verizon dafür, dass die mobile Breitbandversorgung mit den Festnetzanschlüssen gleichgesetzt wird. Dies würde den Providern den Breitbandausbau auf dem Land erleichtern, wo noch zahlreiche Nutzer mit langsamen DSL-Verbindungen versorgt werden.


eye home zur Startseite
plutoniumsulfat 10. Sep 2014

die Telekom drosselt keine YouTube-Videos.

exxo 10. Sep 2014

Urban Legends halten sich halt besonders hartnäckig weil sie falsch sind. Umso...

TC 10. Sep 2014

:D :D

Flexy 10. Sep 2014

kt

Trockenobst 09. Sep 2014

Der erste Konstruktionsfehler des Internets war, das man die Straßen nicht verstaatlicht...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Abstatt
  2. GK Software AG, Schöneck/Vogtland, Berlin
  3. BG-Phoenics GmbH, Hannover
  4. STAHLGRUBER GmbH, Poing, Raum München


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 47,99€
  2. (-78%) 7,99€
  3. 6,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Heiko Maas

    "Kein Wunder, dass Facebook seine Vorgaben geheim hält"

  2. Virtual Reality

    Oculus Rift unterstützt offiziell Roomscale-VR

  3. FTP-Client

    Filezilla bekommt ein Master Password

  4. Künstliche Intelligenz

    Apple arbeitet offenbar an eigenem AI-Prozessor

  5. Die Woche im Video

    Verbogen, abgehoben und tiefergelegt

  6. ZTE

    Chinas großes 5G-Testprojekt läuft weiter

  7. Ubisoft

    Far Cry 5 bietet Kampf gegen Sekte in und über Montana

  8. Rockstar Games

    Waffenschiebereien in GTA 5

  9. Browser-Games

    Unreal Engine 4.16 unterstützt Wasm und WebGL 2.0

  10. Hasskommentare

    Bundesrat fordert zahlreiche Änderungen an Maas-Gesetz



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Debatte nach Wanna Cry: Sicherheitslücken veröffentlichen oder zurückhacken?
Debatte nach Wanna Cry
Sicherheitslücken veröffentlichen oder zurückhacken?
  1. Sicherheitslücke Fehlerhaft konfiguriertes Git-Verzeichnis bei Redcoon
  2. Hotelketten Buchungssystem Sabre kompromittiert Zahlungsdaten
  3. Onlinebanking Betrüger tricksen das mTAN-Verfahren aus

Sphero Lightning McQueen: Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen
Sphero Lightning McQueen
Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen

Quantencomputer: Nano-Kühlung für Qubits
Quantencomputer
Nano-Kühlung für Qubits
  1. IBM Q Mehr Qubits von IBM
  2. Quantencomputer Was sind diese Qubits?
  3. Verschlüsselung Kryptographie im Quantenzeitalter

  1. Ausgerechnet Heiko Maas predigt Transparenz

    elgooG | 17:49

  2. Re: Diese ganzen Online DLCs nerven langsam!

    Proctrap | 17:48

  3. Re: Siri und diktieren

    andi_lala | 17:41

  4. Nachtrag nicht 100% richtig

    U.S.tooth | 17:38

  5. Re: Forken

    sniner | 17:34


  1. 12:54

  2. 12:41

  3. 11:44

  4. 11:10

  5. 09:01

  6. 17:40

  7. 16:40

  8. 16:29


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel