Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Breitbandausbau: Telekom-Konkurrenten warnen Oettinger

EU-Kommissar Günther Oettinger solle beim Breitbandausbau nicht nur auf die großen nationalen Netzbetreiber setzen, sagen Breko und Vatm. Die wahren "Breitband-Champions" würden "auf lokaler und regionaler Ebene operieren."
/ Achim Sawall
10 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Telekom-Chef Höttges, EU-Digitalkommissar Oettinger und Infrastrukturminister Dobrindt (v.l.n.r.) (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)
Telekom-Chef Höttges, EU-Digitalkommissar Oettinger und Infrastrukturminister Dobrindt (v.l.n.r.) Bild: Friedhelm Greis/Golem.de

Die Telekommunikationsverbände Breko und Vatm haben EU-Kommissar Günther Oettinger aufgefordert, sich beim Breitbandausbau nicht nur auf starke und große nationale Player zu konzentrieren. Das gaben die Verbände am 15. Januar 2015 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Die wahren Breitband-Champions würden "auf lokaler und regionaler Ebene operieren."

Norbert Westfal, Präsident des Breko (Bundesverband Breitbandkommunikation) und Martin Witt, Präsident des VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten), riefen den neuen EU-Kommissar "eindringlich dazu auf, Vielfalt und Wettbewerb auf dem europäischen Telekommunikationsmarkt nicht aufs Spiel zu setzen und damit künftig nicht vor allem auf starke und große 'nationale Player' zu setzen."

Eine Re-Monopolisierung des europäischen und deutschen Telekommunikationsmarktes zugunsten nationaler Großunternehmen führe nicht zu einem schnelleren und effizienteren Breitbandausbau. Vielmehr lasse sich eine flächendeckende Versorgung mit Glasfaser-Anschlüssen nur im Zusammenspiel großer Unternehmen und vieler lokaler und regionaler Netzbetreiber erreichen.

"Ohne lokal und regional tätige alternative Netzbetreiber gäbe es vielerorts kein Highspeed-Internet, weil sich der Ausbau für Großkonzerne wie die Deutsche Telekom in ländlichen oder unterversorgten Regionen vielfach nicht rechnet", sagte Westfal.

Oettinger hatte sich gestern in Berlin mit der Netzallianz für Deutschland getroffen. Die Netzallianz für Deutschland will mit dazu beitragen, dass der von der Bundesregierung beschlossene flächendeckende Breitbandausbau von 50 MBit/s bis 2018 umgesetzt wird. Der Allianz gehören die Telekommunikationsfirmen sowie deren Verbände an. Bei dem Treffen mit Oettinger ging es um den Fahrplan zum Breitbandausbau und die Arbeit der neuen EU-Kommission.


Relevante Themen