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FCC-Chef Tom Wheeler will den Breitbandstandard deutlich anheben.
FCC-Chef Tom Wheeler will den Breitbandstandard deutlich anheben. (Bild: Jonathan Ernst/Reuters)

Breitbandausbau in den USA: FCC fordert 25 MBit/s und sieht Defizite auf dem Land

FCC-Chef Tom Wheeler will den Breitbandstandard deutlich anheben.
FCC-Chef Tom Wheeler will den Breitbandstandard deutlich anheben. (Bild: Jonathan Ernst/Reuters)

Das dürfte den US-Internetprovidern nicht gefallen: FCC-Chef Wheeler will den Breitbandstandard deutlich erhöhen. Vor allem auf dem Land gebe es große Defizite bei der Versorgung.

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Der Vorsitzende der US-Regulierungsbehörde FCC, Tom Wheeler, will die Standards für Breitbandverbindungen offenbar deutlich anheben. Die seit 2010 geltende Definition von 4 MBit/s im Download und 1 MBit/s im Upstream solle auf 25 MBit/s sowie 3 MBit/s erhöht werden, berichtet Arstechnica unter Berufung auf einen Entwurf des jährlichen Fortschrittsberichts zum Breitbandausbau in den USA. Darin räume Wheeler zudem ein, dass nicht allen US-Bürgern ein schnelles Internet "auf vernünftige und zeitnahe Weise" zur Verfügung gestellt werden könne. Defizite gebe es vor allem in ländlichen Gebieten, in indianischen Stammesgebieten und Territorien außerhalb der USA.

Den US-Internetprovidern wie AT&T und Verizon dürfte das Vorgehen Wheelers nicht gefallen. Diese hatten sich zuletzt gegen eine Anhebung des Breitbandstandards von 4 auf 10 MBit/s gewehrt. Angesichts des Investitionstempos der Industrie für sogenannte fortgeschrittene Möglichkeiten (advanced capabilities) beim Internetzugang gebe es keine Notwendigkeit, diese "fortgeschrittenen Möglichkeiten" neu zu definieren, hieß es in einer Stellungnahme von AT&T an die US-Regulierungsbehörde FCC. Das Verhalten der Kunden bestärke die Auffassung, dass eine Bandbreite von 10 MBit/s die Bedürfnisse übersteige, die die US-Amerikaner für eine hochwertige Standardübertragung benötigten. Dieser Auffassung hatte sich auch die National Cable & Telecommunications Association (NCTA) angeschlossen.

Keine Auswirkungen auf Fördermittel

Laut Arstechnica hat die Definition jedoch keine unmittelbaren Auswirkungen für die Provider. Auch seien staatliche Fördermittel für den Ausbau nicht davon abhängig. Allerdings werde anhand des Standards bemessen, wie weit der Breitbandausbau fortgeschritten sei.

Dem Bericht zufolge wird derzeit mehr als die Hälfte der US-Amerikaner in ländlichen Gebieten nicht mit dem neuen Standard versorgt. In den Städten haben hingegen nur acht Prozent ein langsameres Netz. Bei insgesamt 55 Millionen US-Bürgern (17 Prozent) erreicht die Internetverbindung nicht diesen Wert. Jeder fünfte Nutzer auf dem Land verfügt nicht einmal über einen Anschluss mit 4 MBit/s. Seit 2011 ist dieser Wert demnach nur um ein Prozent gesunken.

Diesen Daten zufolge unterscheidet sich der Ausbau in den USA nicht allzu stark von der deutschen Entwicklung. Dem aktuellen Breitbandbericht der Bundesregierung zufolge verfügen rund 80 Prozent der Haushalte über eine Verbindung von mindestens 16 MBit/s. Ebenso wie in den USA gibt es auch in Deutschland große Unterschiede zwischen Stadt und Land.

Die CSU forderte zuletzt alle Bundesländer auf, eigene Mittel in den Breitbandausbau zu investieren. Dabei sollten auch die Kommunen selbst Glasfaserkabel verlegen und dies durch Vermietungen refinanzieren. Für Neubauprojekte der Verkehrsinfrastruktur soll nach dem CSU-Plan die Verlegung von Leerrohren rechtlich bindend werden. Bis zum Jahr 2018 sollen nach dem Willen der schwarz-roten Koalition in Deutschland alle Haushalte über mindestens 50 MBit/s verfügen.


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Ovaron 08. Jan 2015

Na ist doch schön. Dann kann ja o2 das ganze lohnende Geschäft abgreifen. Möchtegern...

Ovaron 08. Jan 2015

Das egozentrische Weltbild ist ja nun schon einige Jahrhunderte lang aus der Mode...



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