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Breitbandausbau: Bis Jahresende sollen überall die Bagger rollen

Die flächendeckende Versorgung mit mindestens 50 MBit/s bis Ende 2018 ist gescheitert. Doch die Verzögerung könnte sich als vorteilhaft für die viel sinnvollere Verlegung der Glasfaser-Leitungen erweisen.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz
Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz (Bild: Deutsche Telekom)

Das Ziel einer flächendeckenden Versorgung mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde bis Ende 2018 kann nicht mehr erreicht werden, weder bundesweit noch in Rheinland-Pfalz. Aber zum Jahresende soll nach Angaben des Innenministeriums in Mainz zumindest überall an der Verlegung der Leitungen gearbeitet werden.

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Dabei wird auch bereits die nächste Stufe in den Blick genommen, der Einstieg ins Gigabit-Netz mit 1000 MBit/s. "Die letzten 20 Jahre sind wir dabei, weiße Flecken zu schließen", stellt der zuständige Abteilungsleiter im Landkreistag, Harald Pitzer, fest. "Die Tatsache, dass wir immer noch nicht fertig sind, spricht nicht gerade für eine Erfolgsstory."

Allerdings werden schon jetzt die ersten Schritte für ein Gigabit-Netz unternommen. Mit der Anfang Juli novellierten Bundesrichtlinie zur Förderung des Breitbandausbaus werde bei Landkreisen, die noch im laufenden Verfahren sind, ein Upgrade auf Glasfaserleitungen möglich, erklärte die Leiterin des Breitbandkompetenzzentrums Rheinland-Pfalz, Cornelia Weis. "Dies wollen bei uns aktuell schon sieben Landkreise nutzen."

Somit könnten in diesen Ausbaugebieten bereits im Jahr 2020 Glasfaserleitungen im Boden liegen, sagte Weis. "Dabei stellen wir ein wachsendes Interesse der Telekommunikationsunternehmen fest, in bestimmten Gebieten wie im Rheintal auch Glasfaser bis zum Gebäude (FTTB) zu verlegen."

Die Verzögerung des Breitbandausbaus könnte sich nun letztlich als vorteilhaft erweisen, sagte der Kuseler Landrat Otto Rubly (CDU). Bei der Verlegung der Leitungen werde es möglich, Glasfaserleitungen schneller in einen ganzen Ort zu bringen, auch die Schulen mit anzuschließen. In dem Westpfälzer Landkreis sollen die Bauarbeiten ab November in 53 Orten beginnen. "Ab 1.11. sind die Aufträge erteilt", sagte der Landrat.

Die Ausbaustrategen in Rheinland-Pfalz sind hochzufrieden mit ihrem Förderprogramm in sogenannten Landkreis-Clustern. "Es war ein Kraftakt, den Breitbandausbau von über 2000 Ortsgemeinden auf die wenigen Landkreise zu verdichten", sagte der Staatssekretär im Mainzer Innenministerium, Randolf Stich (SPD), im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Die enge Zusammenarbeit mit beteiligten Unternehmen und Kreisen "sollte Modell sein, wenn es an den Gigabit-Ausbau geht".

Der Landkreistag unterstützt die Bündelung auf Kreisebene: "Über diesen Weg sind wir tatsächlich ein gutes Stück vorangekommen." Allerdings seien die Verfahren für die Bewilligung der Bundesmittel immer noch sehr komplex und zeitaufwendig. Auch Stich sagt: "Wenn der Bund die Förderverfahren nicht so komplex gestaltet hätte, könnten wir heute schon weiter sein. Aber ich bin zuversichtlich, dass die künftigen Verfahren zur Förderung von Gigabit-Bandbreiten aufgrund dieser Erfahrung schlanker sein werden."

Die Bundesmittel können erst dann abgerufen werden, wenn es nach Markterkundung, Antragstellung, vorläufigem Bescheid und Ausschreibung einen endgültigen Förderbescheid gibt und die ersten Bauabschnitte abgeschlossen sind. "Jetzt, da die Bauabschnitte nach und nach fertig werden, fließen auch die Mittel ab", sagte Stich. "Dabei kommen in der Regel 50 Prozent vom Bund, 40 Prozent vom Land und zehn Prozent als Eigenanteil von der Kommune."

Stich, Innenminister Roger Lewentz (SPD) oder auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sind in den vergangenen Wochen und Monaten viel unterwegs gewesen, um beim ersten Spatenstich von Breitbandprojekten dabei zu sein - etwa in den Kreisen Südwestpfalz (Waldfischbach-Burgalben und Hauenstein), Mayen-Koblenz (Siebenbach und Kobern-Gondorf), Bernkastel-Wittlich (Hilscheid) und Vulkaneifel (Meisburg).

Da die Bauwirtschaft in diesem Jahr gut ausgelastet ist, greifen die ausbauenden Unternehmen auch auf ausländische Baufirmen zurück, etwa aus Spanien. "Mitunter sind in einem Landkreis sechs bis acht Bauteams gleichzeitig unterwegs, um die Kabel zu verlegen", sagte Stich. "Wir sind sicher, dass bis Ende dieses Jahres überall gebaut wird und dass die Projekte im Laufe des Jahres 2020 überall abgeschlossen sein werden."



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Faksimile 28. Jul 2018

Oder als Bauherr grundsätzlich Mehrsparten-Hauseinführung verbauen und die Leerrohre...

Faksimile 28. Jul 2018

100.000 Km Hausanschlüsse oder Backbone bei einem Unternehmern, das in technischer...

Faksimile 28. Jul 2018

Irgendwo habe ich mal gelesen, glaube ich zumindest, das es zur Zugspitze...

sneaker 24. Jul 2018

Auch 2020 wird nicht jeder die 50 Mbit/s haben. Gibt aktuell noch genug (geförderte...

quineloe 24. Jul 2018

hehe, genau das gleiche meinte ich mit meinem Thread auch.. Danke dass du es so...


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