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Richtfunkanlage, Radarüberwachung und Leuchtturm auf Helgoland.
Richtfunkanlage, Radarüberwachung und Leuchtturm auf Helgoland. (Bild: Hauke Gierow/Golem.de)

Fallback über zwei ISDN-Leitungen

Außerdem wird auf Helgoland Radaraufklärung für die Einfahrt von Schiffen in die Deutsche Bucht betrieben, die auf dem Weg in die Häfen in Hamburg oder Wilhelmshaven sind. Auch diese Informationen werden derzeit noch per Richtfunk übertragen. Falls es dabei zu Problemen kommt, gibt es ein Fallback: Dann werden die Radarbilder auf der Insel "vorverarbeitet" und "ein synthetisches eingeschränktes Bild übertragen". Dazu wird eine redundante ISDN-Leitung genutzt.

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Ab dem kommenden Jahr sollen dann alle Einwohner an das bestehende Helgoland-Seekabel von Sankt Peter Ording angeschlossen werden. Das Kabel ist rund 53 km lang, versorgt die Insel vor allem mit Strom und wird von Eon Hanse betrieben. Noch bis zum Jahr 2009 deckte Helgoland seinen Strombedarf über Dieselgeneratoren. Insgesamt können bis zu 30 kV Spannung übertragen werden, die Datenübertragung erfolgt per Glasfaser, die im Kabel eingeschlossen ist.

Der Ausbau auf der Insel selbst wird von der Deutschen Telekom vorgenommen, die Bandbreite des Seekabels soll allerdings nicht per Glasfaser an die Haushalte weitergegeben werden (FTTH). Vielmehr werden die Verteilerkästen aufgerüstet und für Vectoring tauglich gemacht (FTTC). Damit sollen in den einzelnen Haushalten dann im ersten Schritt bis zu 100 MBit/s erreichbar sein. Lediglich ein Neubaugebiet soll per FTTH versorgt werden. Die Telekom begründet die Entscheidung für Vectoring mit "wirtschaftlichen Erwägungen". Die Richtfunkstrecke soll auch nach dem Ausbau weiter betrieben werden - als Backup.

Ein willkommenes Upgrade dürfte der Ausbau auch für die lokale Freifunkinitative sein. Bürgermeister Singer lobt die Aktivisten im Gespräch und freut sich über den schrittweisen Ausbau. Doch bislang mangele es auch hier natürlich an Bandbreite. Zudem sei derzeit nicht ganz klar, wer die weitere Wartung der installierten Router übernehmen wird, weil eine der beteiligten Personen weggezogen sei.

Ein Paradies für Freiberufler?

Helgoland ist nicht Teil des europäischen Wirtschaftsraums, daher fällt auf der Insel keine Umsatzsteuer an. Tatsächlich ist Helgoland aber kein Hochseegebiet, weil die Insel geografisch auf dem Festlandsockel, dem sogenannten Schelf, liegt. Außerdem überlagert sich die Zwölf-Meilen-Zone von Helgoland und den vorgelagerten Inseln, es gibt also kein internationales Gewässer zwischen Helgoland und dem Festland.

Die Gemeinde verspricht sich von den Breitbandanschlüssen weitere Impulse für den Tourismus und die lokale Wirtschaft. Mit einer ordentlichen Internetanbindung könnte Helgoland ein gutes Pflaster für freiberufliche Designer oder Entwickler sein, die die Ruhe schätzen und ihre Dienste künftig ohne Umsatzsteuer anbieten könnten.

 Breitbandausbau auf Helgoland: Deutschlands Hochseefelsen bekommt nur Vectoring

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jony 13. Sep 2017

Guten Tag an alle Experten hier! Nach diesem Artikel hier http://www.spiegel.de/netzwelt...

Ovaron 16. Aug 2017

Nö. Internet sei dank muss ich das auch nicht um hohle Sprüche als solche zu erkennen...

Mett 16. Aug 2017

Der PoP, an dem die einzelnen Häuser angeschlossen sind, wird sicher auf Helgoland...

Mett 16. Aug 2017

Wenn man überlegt, dass ein DOCSIS-Segment aktuell auch nur knapp 1 Gbit übertragen kann...

whitbread 11. Aug 2017

Tja - und Wikipedia ist nicht immer die Wahrheit.



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