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Breitband: Telekom verteidigt sich gegen Kritik am Netzausbau

Die Deutsche Telekom nimmt zu Vorwürfen Stellung, sie tue wenig für den Netzausbau auf dem Land. Die Konkurrenz macht eine andere Rechnung auf.
/ Achim Sawall
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Konzernchef Timotheus Hoettges (Bild: Patrik Stollarz/AFP/Getty Images)
Konzernchef Timotheus Hoettges Bild: Patrik Stollarz/AFP/Getty Images

Die Deutsche Telekom wehrt sich gegen Kritik, sie trage wenig zum Breitbandausbau auf dem Land bei. Die verbreitete Ansicht, dass "Landbewohner beim Netzausbau der Telekom" benachteiligt würden, entspreche "so allerdings nicht der Wahrheit", heißt es im offiziellen Blog des Unternehmens(öffnet im neuen Fenster).

Gerade habe die Telekom den 5000. Kooperationsvertrag für schnelles Internet für einen kleinen Ortsteil in Bayern unterzeichnet: "Mit circa 560 Einwohnern ist Maria Thalheim nicht gerade eine Metropole. Dies zeigt also, dass wir uns nicht nur um die Großen auf dem Land kümmern. Durch diese Kooperation werden knapp 300 Haushalte und auch Gewerbetreibende in Maria Thalheim bald Zugang zu schnellem Internet haben."

Durch Kooperationen mit Kommunen seien fast zwei Millionen Haushalte zusätzlich zum Regelausbau der Telekom mit schnellem Internet versorgt worden. Allerdings könne die Telekom "nur dort investieren, wo wir die Chance haben, unser Geld zurück zu verdienen". Doch der Konzern investiere "wie kein anderes Unternehmen seit Jahren in den Breitbandausbau auf dem Land".

Die Breko-Unternehmen sagen indes, dass vor allem sie im ländlichen Raum vermehrt für eine Breitband-Abdeckung durch den Bau von IP-Netzen sorgen – und dabei weit vor der Telekom liegen, wie ein Sprecher Golem.de erklärte. So lägen rund 90 Prozent der rund 8.200 von Breko-Mitgliedern erschlossenen Kabelverzweiger im ländlichen Raum, aber nur 4,4 Prozent der von der Telekom erschlossenen rund 40.000 KVZ.

Die Telekom erwirtschafte mit den regulierten Entgelten der KVZ-TAL und der weitgehend abgeschriebenen Kupfer-Infrastruktur erhebliche Gewinne. Entsprechend gering ist ihr Anreiz, in den FTTB/FTTH-Ausbau zu investieren. Alternative Carrier hingegen haben eine hohe Motivation, Glasfasernetze zu errichten, um die KVz-TAL nicht mehr in Anspruch nehmen zu müssen.

Bis 2014 sollen nach der Breitbandstrategie der Bundesregierung für 75 Prozent der Haushalte und bis 2018 für alle Haushalte Anschlüsse mit Übertragungsraten von mindestens 50 MBit/s zur Verfügung stehen.


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