Breitband: Kommunen wollen endlich Gigabit-Versorgung

Der Städte- und Gemeindebund kritisiert, dass sich selbst kleinere Unternehmen ohne Breitband nicht ansiedeln würden.

Artikel veröffentlicht am ,
Selbst Vectoring ist willkommen.
Selbst Vectoring ist willkommen. (Bild: Sean Gallup/Getty Image)

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund dringt auf einen raschen flächendeckenden Ausbau des Breitbandinternets. "Digitale Technologien sind der Schlüssel für gleichwertige Lebensverhältnisse und die Bewältigung von Herausforderungen in Stadt und Land", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem Handelsblatt. "Wenn schnelles Internet und gute Mobilfunkanbindungen fehlen, verspielen wir Zukunftschancen."

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Landsberg reagierte damit auf Erkenntnisse aus dem neuen Raumordnungsbericht, den das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) für die Bundesregierung erstellt hat.

In dem Bericht, der in dieser Woche vom Kabinett verabschiedet wurde, konstatieren die Experten, dass die "unzureichende digitale Anbindung" für viele Betriebe in ländlichen Regionen ein "gravierender Wettbewerbsnachteil" sei. "Der unzureichende Breitbandausbau hemmt ihre Entwicklung, so dass sie wichtige Potenziale der Digitalisierung nur begrenzt nutzen können."

Auch Telemedizin von Gigabit-Leitungen abhängig

Landsberg mahnte, die immer noch bestehende "digitale Spaltung zwischen gut versorgten Ballungsräumen und schlecht an das Breitbandnetz angebundenen Regionen" müsse endlich überwunden werden. "Ohne schnelles Internet sind auch Unternehmen meist nicht bereit, einen Standort in den ländlichen Regionen zu schaffen", sagte er. "Selbst kleinere Unternehmen wie etwa Architekten müssen heute mit großen Datenmengen arbeiten können." Auch die flächendeckende ärztliche Versorgung und die Telemedizin seien davon abhängig.

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"Von einer Angleichung der Lebensverhältnisse in Stadt und Land kann keine Rede sein, denn Teilhabe setzt in einer digitalen Gesellschaft sowohl den Zugang zum schnellen Internet als auch zum datenfähigen Mobilfunk voraus", erklärte Anke Domscheit-Berg im Juni 2021 zum Mobilfunk-Monitoring der Bundesnetzagentur. Die netzpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke betonte: "Wenn selbst ein reiches Land wie Bayern auf fast 15 Prozent seiner Fläche entweder über keinerlei internetfähiges Mobilfunknetz verfügt oder aber bestenfalls ein einziges Anbieternetz nutzbar ist, dann wird erneut überdeutlich, wie sehr Deutschland beim Ausbau der digitalen Infrastruktur versagt." Die Ursache seien nicht Berge, Komplexität oder zu hohe Ausbaukosten, sondern das Ziel der Profitmaximierung.

Mit regionalem Roaming in grauen Flecken könne man schlagartig sieben Prozent der Fläche Deutschlands mit 4G versorgen, das für alle drei großen Anbieter erreichbar ist. Erst dann schlössen sich Funklöcher auch in der Praxis. Denn einer Handynutzerin, deren Smartphone kein Netz anzeige, sei nicht damit geholfen, dass ein anderer Anbieter in ihrer Funkzelle schnelles Netz anbiete.

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Ykandor 03. Jul 2021

Ergebnis ist halt: die jungen Leute ziehen weg, Läden machen dicht, Ärzte wandern ab...

Bonarewitz 02. Jul 2021

Und deswegen sollen die privatwirtschaftlichen Netzbetreiber jetzt Netze aus eigenen...

schnedan 02. Jul 2021

ist doch wurscht: fehlende Infrastruktur ist fehlende Infrastruktur

nightmar17 02. Jul 2021

So weit würde ich gar nicht denken, was ist in 5-10 Jahren? Denk mal 10 Jahre zurück, da...



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