Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Braswell-Prozessor: Android für Intel-Plattformen

Intel möchte ab 2014 ausgewählte Prozessoren der Haswell-Reihe sowie die Bay-Trail-Plattform an Android 4.4 anpassen. 2015 soll zudem Braswell auf Broadwell folgen, eine bisher unbekannte Architektur.
/ Marc Sauter
35 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Intel plant eine breite Unterstützung von Kitkat. (Bild: VR-Zone Chinese)
Intel plant eine breite Unterstützung von Kitkat. Bild: VR-Zone Chinese

Eine Intel-Folie zeigt detailliert Pläne, welche die Anpassung von Desktop- und Mobile-Plattformen an Android 4.4 alias Kitkat offenbaren. In Zukunft plant Intel, auch die Haswell-Reihe, deren Nachfolger Broadwell und Braswell sowie die Bay Trail D und Bay Trail M zu unterstützen. Bisher unterstützen nur die SoCs der Bay-Trail-T-Plattform sowie die Smartphone-Chips das Betriebssystem.

So soll Intel die Desktop- und Notebookversionen von Bay Trail bereits seit einigen Wochen mit Android 4.2 testen und auch die Treiber sowie das UEFI der Haswell-Modelle für Ultrabooks sowie Tablets an Jelly Bean angepasst haben. Der Folie zufolge wird Intel ab Februar 2014 auf Android 4.4 umschwenken und die Prozessoren an Kitkat anpassen. Der Haswell-Nachfolger Broadwell soll künftig ebenso unterstützt werden wie Braswell. Hinter diesem Codename verbirgt sich laut der VR-Zone(öffnet im neuen Fenster) ein Zwischenschritt zu Skylake, welcher Broadwell um DDR4-Unterstützung erweitert.

Ende November legte Intel nicht nur die 64-Bit-Smartphone- und Tablet-Pläne offen, sondern zeigte auch ein Tablet mit einer Android-64-Bit-Version. Intel wäre damit neben Apple und dessen A7-Chip der einzige Hersteller mit entsprechenden SoCs, Samsung soll allerdings einen 64-Bit-Exynos entwickeln, höchstwahrscheinlich auf Basis der ARMv8-Architektur.

Ein 64-Bit-SoC und ein entsprechendes Betriebssystem ermöglichen das Ansprechen von mehr als 4 GByte Arbeitsspeicher, Intel hat die aktuellen Tablet-Atoms wie den Z3770(öffnet im neuen Fenster) jedoch künstlich beschnitten. Weitere Vorteile sind eine höhere Geschwindigkeit durch zusätzliche Register und andere Architekturverbesserungen. Am PC gibt es 64 Bit schon seit vielen Jahren, abseits von Anwendungen hat sich x86-64 bisher aber nicht durchgesetzt. Spiele etwa nutzen bis auf wenige Ausnahmen 32 Bit, durch die Next-Gen-Konsolen ändert sich dies allerdings nun.


Relevante Themen