• IT-Karriere:
  • Services:

Brasilien: Sperrung von Whatsapp vorzeitig beendet

Die brasilianische Justiz geht schon wieder gegen Whatsapp vor und sperrt den Dienst. Die eigentlich für drei Tage vorgesehene Sperre wurde nach einem Tag wieder beendet.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Whatsapp wird in Brasilien schon wieder blockiert.
Whatsapp wird in Brasilien schon wieder blockiert. (Bild: Screenshot Golem.de)

Der in Brasilien von vielen Millionen Menschen genutzte Internetdienst Whatsapp ist am Montag auf Anordnung eines Richters erneut blockiert worden. Die landweite Sperrung soll drei Tage lang andauern. Eine entsprechende Richterentscheidung wurde den fünf führenden Telefonanbietern des fünftgrößten Landes der Welt übermittelt. Damit soll offensichtlich die Herausgabe von Chat-Protokollen in Kriminalfällen an Ermittler erwirkt werden. Seit 14:00 Uhr Ortszeit funktionierte der Dienst in Brasilien nicht mehr. Nach einem Einspruch des Whatsapp-Betreibers Facebook ordnete ein Gericht am Dienstag an, die Sperrung vorzeitig zu beenden.

Stellenmarkt
  1. Schaeffler AG, Nürnberg
  2. Mainsite GmbH & Co. KG, Obernburg

Im Falle einer Weigerung zur Blockade drohen den Mobilfunkanbietern Strafen von rund 500.000 Reais (127.000 Euro) pro Tag, hieß es. Der drastische Schritt wurde nach Medienberichten von dem Richter Marcel Montalvao angeordnet, der auch die kurzzeitige Festnahme des Vizepräsidenten von Facebook für Lateinamerika, Diego Dzodan, Anfang März 2016 verfügt hatte. Dzodan wurde damals vorgeworfen, er habe sich einer richterlichen Anordnung widersetzt, Gesprächsprotokolle mutmaßlicher Drogenhändler an die Ermittler weiterzugeben.

Whatsapp gehört zum weltgrößten Online-Netzwerk Facebook. Der Dienst stellte jüngst komplett auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung um, bei der auch die Whatsapp-Betreiber keinen Zugriff auf die Inhalte der Unterhaltungen haben.

Nicht die erste Blockade

Brasiliens Justiz macht immer wieder Druck, um an Chatprotokolle über womöglich kriminelle Handlungen heranzukommen. Im Dezember war Whatsapp bereits für rund einen Tag blockiert worden, Facebook-Chef Mark Zuckerberg sprach von einem "traurigen Tag".

Zuckerberg bezifferte die Zahl der Whatsapp-Nutzer in Brasilien auf 100 Millionen. Sein Konzern hatte die SMS-Alternative, über die mit einer Internetverbindung kostenlos Nachrichten, Fotos und Videos verschickt werden können, 2014 für rund 22 Milliarden US-Dollar gekauft. Whatsapp hat weltweit rund eine Milliarde Nutzer.

Nachtrag vom 3. Mai 2016, 20:48 Uhr

Ein brasilianisches Gericht hat die Sperre am Dienstag vorzeitig aufgehoben, der Messenger ist mittlerweile wieder im Land verfügbar.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-65%) 13,99€
  2. ab 1€

chefin 04. Mai 2016

Hier gehts aber nicht um Kriminelle sondern um Gesetze. Es mag sein, das ein Gesetz...

max.steinweber 03. Mai 2016

ComputerBild.de: Quelle: http://www.computerbild.de/artikel/cb-News-App-Check-WhatsApp...


Folgen Sie uns
       


Probefahrt mit dem Corsa-e

Wir haben den vollelektrischen Opel Corsa-e einen Tag lang in Berlin und Brandenburg Probe gefahren.

Probefahrt mit dem Corsa-e Video aufrufen
Energieversorgung: Wasserstoff-Fabrik auf hoher See
Energieversorgung
Wasserstoff-Fabrik auf hoher See

Um überschüssigen Strom sinnvoll zu nutzen, sollen in der Nähe von Offshore-Windparks sogenannte Elektrolyseure installiert werden. Der dort produzierte Wasserstoff wird in bestehende Erdgaspipelines eingespeist.
Ein Bericht von Wolfgang Kempkens

  1. Industriestrategie EU plant Allianz für sauberen Wasserstoff
  2. Energie Dieses Blatt soll es wenden
  3. Energiewende Grüner Wasserstoff aus der Zinnschmelze

5G: Neue US-Sanktionen sollen Huawei in Europa erledigen
5G
Neue US-Sanktionen sollen Huawei in Europa erledigen

Die USA verbieten ausländischen Chipherstellern, für Huawei zu arbeiten und prompt fordern die US-Lobbyisten wieder einen Ausschluss in Europa.
Eine Analyse von Achim Sawall

  1. Mobilfunkausrüstung Huawei hat für zwei Jahre Prozessoren aus den USA gelagert
  2. Smartphone Huawei wählt Dailymotion als Ersatz für Youtube
  3. Android Huawei bringt Smartphone mit großem Akku für 150 Euro

DSGVO: Nicht weniger als Staatsversagen
DSGVO
Nicht weniger als Staatsversagen

Unterfinanziert und wirkungslos - so zeigen sich die europäischen Datenschutzbehörden nach zwei Jahren DSGVO gegenüber Konzernen wie Google und Facebook.
Eine Analyse von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Datenschutzverstöße EuGH soll über Verbandsklagerecht entscheiden
  2. DSGVO Proton vergisst Git-Zugang auf Datenschutzwebseite
  3. DSGVO Iren sollen Facebook an EU-Datenschützer abgeben

    •  /