Brandgefahr: Hyundai ersetzt Akkus in über 80.000 E-Autos

Wegen 14 Bränden weltweit will Hyundai die Akkus von mehr als 80.000 Autos wechseln. Zuvor gab es bereis Technikprobleme.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Die Akkuprobleme bei Hyundai führen nun auch weltweit zu einem Rückruf.
Die Akkuprobleme bei Hyundai führen nun auch weltweit zu einem Rückruf. (Bild: Mark Kolbe/Getty Images)

Der südkoreanische Autohersteller Hyundai will weltweit wegen potenzieller Brandgefahr die Batteriesysteme in 82.000 Elektrofahrzeugen aus eigener Produktion ersetzen. Die Rückholaktion werde etwa eine Billion Won (etwa 742 Millionen Euro) kosten, teilte der VW-Rivale am 24. Februar mit. Zusammen mit der kleineren Schwester Kia ist Hyundai der fünftgrößte Autobauer der Welt.

Betroffen sind neben etwa 76.000 SUVs des Modells Kona EV auch der Ioniq Elektro und einige Hundert E-Stadtbusse. Die Entscheidung zum Austausch der Batteriesysteme erfolgte nach einer Rückholaktion von Hyundai Motor im vergangenen Oktober. Als Grund wurde damals eine fehlerhafte Software bei den Batteriesystemen des Kona EV genannt.

Bei der Rückrufaktion im Oktober hatte Hyundai bereits rund 25.000 Fahrzeugen in Südkorea in die Werkstätten zurückbeordert. Seit März 2020 wird der Kona Elektro mit 150 kW in Tschechien gebaut, das Modell mit 100-kW-Motorleistung kommt weiter aus Südkorea. Der Kona nutzt dabei einen 64 kWh-Akku beziehungsweise einen 39 kWh-Akku.

Im Januar dieses Jahres nahmen die südkoreanischen Behörden eine Untersuchung zur Wirksamkeit der Aktion auf, nachdem eines der zuvor in die Werkstatt gerufenen Autos in Brand geraten war. Seit der Einführung des Modells 2018 wurden nach Unternehmensangaben 14 Akkubrände weltweit gemeldet.

Der südkoreanische Hersteller der Akkus für die Hyundai-Modelle, LG Enery Solution, wies unterdessen nach Berichten der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap den Vorwurf des Transportministeriums zurück, wonach die Brände auf defekte Batteriezellen zurückgeführt werden könnten. LG habe aber erklärt, sich weiter an den gemeinsamen Untersuchungen zur Brandursache zu beteiligen.

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