Brandgefahr: Der 12VHPWR-Stecker hat ein Problem

Nach den ersten Vermutungen zu der Fehlerquelle bei den Stromsteckern der RTX 4090 ist offenbar die Ursache gefunden: Lötstellen im Adapter machen Probleme.

Eine Analyse von veröffentlicht am
Der Kunststoff am Stecker ist durch die Hitze teilweise geschmolzen.
Der Kunststoff am Stecker ist durch die Hitze teilweise geschmolzen. (Bild: Reddit/reggie_gakil)

Auf Reddit kursiert derzeit ein Bild eines verschmorten 12VHPW-Stromsteckers, der in Kombination mit einer Nvidia Geforce RTX 4090 offenbar so weit überhitzt ist, dass das Plastik des Steckers teilweise geschmolzen ist. Nun stellt sich die Frage, ob das Problem weitreichender ist oder ob ein simpler Defekt die Ursache ist.

Inhalt:
  1. Brandgefahr: Der 12VHPWR-Stecker hat ein Problem
  2. Doppelte Stromstärke pro Kabel
  3. Der Adapter ist schuld

Cablemod veröffentlichte einen Guide zum 12VHPWR-Stecker, in dem vor allem darauf hingewiesen wird, dass die Kabel am Stecker auf den ersten 35 Millimetern nicht gebogen werden sollten. Eine straffe Kabelführung, wie sie sowohl in Komplettsystemen als auch im DIY-Bereich beliebt ist, ist damit gar nicht möglich. Nur bei vertikal eingebauten GPUs wäre das zumindest theoretisch zu realisieren.

Wenn eine Grafikkarte aber normal im PCIe-Slot verbaut ist, gibt es fast kein Gehäuse auf dem Markt, in dem die 35 mm bei einer RTX 4090 einhaltbar sind. Allein an dieser Stelle betreiben also die meisten Kunden ihre Karte streng genommen nicht korrekt. Bei den Vorgängermodellen waren gleich mehrere Details anders.

Der klassische 8-Pin ist mechanisch belastbarer

Auch die Nvidia Geforce RTX 3090 hatte bereits einen ähnlichen Anschluss. Und mit dem Ti-Modell sowie DIY-Overclocking lässt sich auch mit diesen Karten über 450 Watt an elektrischer Leistung aufnehmen. Der Stecker ist jedoch in einem 45-Grad-Winkel verbaut, so dass eine gerade Kabelführung wenigstens in der Theorie leichter wird. Partnermodelle verwendeten außerdem häufig noch die bekannten 8-Pin-Molex-Anschlüsse.

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Mit der Ada-Generation und AMDs RDNA3 ist der neue 12VHPWR-Anschluss aber offenbar zumindest bei Nvidia vom Hersteller vorgegeben. Die neuen Stecker sind 1,5 mm kürzer als die klassischen 8-Pin-PCIe-Stecker, entsprechend passiert es leichter, dass ein Stecker durch mechanische Belastung schief steckt.

Ein korrekt eingesteckter und eingerasteter 8-Pin-Stecker ist einfach belastbarer. Gleichzeitig müssen die einzelnen Pins im Stecker mehr leisten als zuvor. So sind beim 8-Pin-PCIe-Stecker drei Leitungen mit +12V belegt und drei Leitungen mit Masse. Dazu kommen zwei sogenannte Sense-Pins, anhand derer die Grafikkarte feststellen kann, ob ein Stecker eingesteckt ist, und ob es sich hierbei um einen Sechs- oder Acht-Pin-Anschluss handelt.

Praktisch sind beide Sense-Pins ebenfalls Masseverbindungen. Beim 6-Pin sind es zweimal Masse, zweimal +12V und ein Sense-Pin. Auch dieser ist wieder als Masseleitung nutzbar, während die freie sechste Leitung von den meisten Netzteilherstellern inoffiziell ebenfalls mit +12V belegt ist. Faktisch sind daher beide Stecker bei den meisten Netzteilen für die gleiche Leistung nutzbar.

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Doppelte Stromstärke pro Kabel 
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