Brandenburger Tor: Kein 5G wegen Denkmalschutz im Zentrum Berlins

Die Deutsche Telekom konnte bislang wegen Denkmalschutz im Großen Tiergarten in Berlin nahe dem Brandenburger Tor keine 5G-Antennen errichten. Wie der Netzbetreiber am 30. Juni 2025 erklärte(öffnet im neuen Fenster) , versucht man bereits seit Ende 2023, dort das Netz mit 5G zu verbessern. Nun ist es gelungen, durch 5G-Mikrozellen im Design einer Laterne die Auflagen zu erfüllen.
Das Brandenburger Tor ist nicht nur das Wahrzeichen der deutschen Hauptstadt, sondern auch ein Hotspot für Touristen und Events. Ob Silvesterparty, Fan-Meilen, Demonstrationen oder Sightseeing: Nicht selten versammeln sich Tausende Menschen dort. Entsprechend groß sind die Datenmengen im Mobilfunknetz, die bisher eingeschränkt über das 4G-Netz transportiert werden mussten. Zum Einsatz kommt dabei 5G im Frequenzbereich rund um 3,6 Gigahertz (C-Band) mit Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde.
Mobilfunkmasten sollen Stadtbild nicht stören
Die neue Mobilfunkstation verbessert die Versorgung unter anderem für das östliche Ende der als Fanmeile bekannten Straße des 17. Juni sowie den Platz des 18. März auf der Westseite des Brandenburger Tors.
Gerade in Großstädten gibt es spezielle Anforderungen an Mobilfunkmasten: Sie sollen das Stadtbild nicht stören, sich optisch gut integrieren. Für solche Fälle habe der baden-württembergische Infrastrukturdienstleister Eqos Kommunikation einen Mast "mit innenliegender Kabelführung konzipiert, der trotz seiner zehn Meter Höhe kaum auffällt" , sagte René Ihl, Geschäftsführer Eqos Kommunikation. "Bei Bedarf kann sogar tatsächlich eine Straßenlaterne angebracht werden." Eqos gehört zum französischen Eiffage-Konzern.
Der Mast wurde seiner Umgebung farblich angepasst. Nachdem die Telekom jetzt den ersten City-Mast erfolgreich in Betrieb genommen hat, sind drei weitere Standorte in gleicher Bauweise geplant.