Brandenburg: Viele Bewohner kleiner Orte haben Probleme mit Funklöchern

Fast jeder Vierte in Brandenburg ist mit dem Mobilfunkempfang unzufrieden (23 Prozent). Das sagt(öffnet im neuen Fenster) Christian A. Rumpke, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Brandenburg. "In Orten mit weniger als 5.000 Einwohnern steigt der Anteil der Unzufriedenen sogar auf fast ein Drittel (30 bis 31 Prozent)."
Immer wieder meldeten sich demnach Betroffene bei der Verbraucherzentrale, weil es vor allem im ländlichen Raum oder auch in Bussen und Bahnen Probleme mit der Netzabdeckung gebe. Diesen Eindruck hat nun eine repräsentative Befragung bestätigt, die die Verbraucherzentrale in Auftrag gegeben hatte. "Die durch Bundestag und Bundesrat verabschiedete neue Einstufung des Mobilfunkausbaus als 'überragendes öffentliches Interesse' eröffnet dabei wichtige Priorisierungsmöglichkeiten, die hiesige Behörden konsequent nutzen sollten" , betonte Rumpke weiter.
Schlaubetal südöstlich von Berlin
Die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft des Bundes (MIG) berichtete zudem, warum eine flächendeckende Netzabdeckung auch in ländlichen Gebieten wie dem Schlaubetal südöstlich von Berlin im Landkreis Oder-Spree für digitale Teilhabe sowie für die wirtschaftliche und touristische Entwicklung wichtig sei. Die MIG hatte hierfür ein Markterkundungsverfahren gestartet.
Hier hatte die Deutsche Telekom am 24. Oktober 2025(öffnet im neuen Fenster) zwei Mobilfunkstandorte neu in Betrieb genommen und einen Standort mit 4G und 5G erweitert. 91 Prozent der Fläche sind jetzt versorgt.
Die neu gebauten Mobilfunkstandorte befinden sich in Schlaubetal am Bremsdorfer Weg nördlich des Schlaubetaler Ortsteils Kieselwitz und in Siehdichum an der L37 zwischen Siehdichum und dem Ortsteil Pohlitz. Die Telekom betreibt im Landkreis Oder-Spree damit 118 Standorte. In den kommenden drei Jahren sollen weitere 59 Standorte gebaut werden und 38 Standorte mit 4G und 5G erweitert werden. Auch Vodafone hat die LTE-Versorgung in der Region bereits ausgebaut.



