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Brandenburg: Spatenstich für neues Milliarden-Glasfasernetz im Nirgendwo

Niedax feiert den Spatenstich für ein neues, hochsicheres 33 000 Kilometer langes Glasfasernetz in der Brandenburger Provinz mit Politprominenz. Es fehlen aber weiterhin Investoren.
/ Achim Sawall
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Martin Attenhauser, Geschäftsführer von Netz 33, Bruno Reufels, CEO Niedax Group & CEO Netz 33, Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und Landesinfrastrukturminister Robert Crumbach (v.l.n.r.) (Bild: Niedax / Framwerk)
Martin Attenhauser, Geschäftsführer von Netz 33, Bruno Reufels, CEO Niedax Group & CEO Netz 33, Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und Landesinfrastrukturminister Robert Crumbach (v.l.n.r.) Bild: Niedax / Framwerk

Am 27. April 2026 hat Niedax, ein Hersteller von Kabelverlegesystemen(öffnet im neuen Fenster), den ersten Spatenstich für ein neues resilientes Glasfasernetz in Oehna, Brandenburg, vollzogen. Das Niedax-Tochterunternehmen Netz 33 baut südwestlich von Berlin eine 130 Kilometer lange Teststrecke auf. Anwesend waren Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) und Robert Crumbach, Infrastrukturminister des Landes Brandenburg, sowie hochrangige Militärs von umliegenden Bundeswehrstandorten.

Die Teststrecke soll Jüterbog, Falkenberg und Wittenberge verbinden. Gesichert ist die Finanzierung des neuen Glasfasernetzes trotz anwesender politischer Prominenz allerdings nicht. Niedax-Chef Bruno Reufels erklärte im Gespräch mit Golem, dass man bislang keinen weiteren Investor gefunden habe.

"Wir stehen aber in Verhandlungen und erwarten, in den nächsten Wochen eine Bekanntgabe machen zu können", sagte er. Das Gesamtprojekt habe ein Volumen von insgesamt rund zehn Milliarden Euro, betonte Reufels in seiner Rede.

Niedax will selbst rund 300 Millionen Euro in das Projekt investieren, wurde zuvor erklärt. "Wir müssen enorme Investitionen tätigen, dafür brauchen wir auch die Unterstützung des Verkehrsministeriums und natürlich der Bahn."

Militär kommt zum Spatenstich

Oehna ist ein Dorf in Teltow-Fläming mit weniger als 500 Einwohnern; es gehört zu Niedergörsdorf. Das Straßenbild wird von Kühen, Alpakas und weiten Feldern geprägt. Schnieders BMW-Luxuslimousine fällt auf den Kopfsteinpflasterwegen des Dorfes auf. "Ist da etwas Wichtiges?" fragt ein irritierter Einwohner, der nicht durch die Absperrung kommt.

Reufels sucht die Nähe zum deutschen Militär, das zahlreich in Uniform erschienen ist: Die Versuchsstrecke wurde ausgewählt, weil dort "große Einrichtungen von der Bundeswehr sind, also eine größere Radaranlage. Dann gibt es noch ein RS3-System, das wird hier installiert. Die Amerikaner haben hier einen großen Hubschrauberstützpunkt. Also, das alles hat Gründe", klärte Reufels auf.

Die Teststrecke sei Teil eines Konzepts mit rund 33.000 Kilometern Länge, 10.000 Zugangspunkten und 300 Ringstrukturen. Doch dafür braucht man weiterhin Investoren. Bisher liegt kein Meter Glasfaser.


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