Brandenburg-Klasse: Marine sucht Ersatz für 8-Zoll-Floppys von Fregatten
Die vier Fregatten des Typs F123(öffnet im neuen Fenster), die zwischen 1994 und 1996 von der Deutschen Marine in Dienst gestellt wurden, sollen einer umfassenden Modernisierung unterzogen werden. Das berichtete das Blog Augen Geradeaus(öffnet im neuen Fenster).
Der Schwerpunkt liegt demnach auf der Erneuerung der Waffensysteme und deren Steuerung. Bereits 2021 wurden erste Verträge für dieses Projekt unterzeichnet, wobei das schwedische Unternehmen Saab als Generalunternehmer fungiert.
Während die Waffentechnik laut Bericht eine grundlegende Überholung erfährt, soll die Betriebstechnik der Schiffe weitgehend erhalten bleiben. Dies führt zu einer ungewöhnlichen Situation, die durch eine kürzlich veröffentlichte Ausschreibung des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) deutlich wird.
Die Suche nach dem digitalen Zeitsprung
Die Ausschreibung zielt darauf ab, ein emulierendes Speichersystem zu entwickeln und zu integrieren, das die vorhandenen Diskettenlaufwerke in der Messwerterfassungsanlage der Fregatten ersetzen soll. Diese Anlage ist von zentraler Bedeutung für die Steuerung grundlegender Schiffsfunktionen wie Antrieb und Stromerzeugung.
Die Herausforderung liegt darin, ein modernes System zu schaffen, das mit der bestehenden und zum Teil drei Jahrzehnte alten Technik kompatibel ist. Es muss so konzipiert sein, dass es sich nahtlos in die vorhandene Infrastruktur einfügt und dabei die Funktionalität der ursprünglichen Diskettenlaufwerke vollständig emuliert.
Die Modernisierung der F123-Fregatten ist als Übergangslösung gedacht. Sie sollen so lange im Dienst bleiben, bis die neuen Fregatten der Klasse F126(öffnet im neuen Fenster) einsatzbereit sind. Die Kiellegung für die mittlerweile sechs geplanten Schiffe dieser neuen Klasse fand Anfang Juni 2024 statt.



