Brandenburg: Firma will Anlage für batteriefähiges Lithiumhydroxid bauen

Brandenburg entwickelt sich immer mehr zum Standort für Elektromobilität. Das Unternehmen Rock Tech Lithium will fast ein halbe Milliarde Euro investieren.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Firmenchef Dirk Harbecke (2.v.r) und Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (l.) in Guben
Firmenchef Dirk Harbecke (2.v.r) und Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (l.) in Guben (Bild: Rock Tech)

Das deutsch-kanadische Rohstoff-Unternehmen Rock Tech Lithium plant im brandenburgischen Guben eine Anlage zur Herstellung von batteriefähigem Lithiumhydroxid für Elektroautos. Rund 470 Millionen Euro sollen investiert werden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Der Produktionsstart sei für 2024 geplant. Bei der Fabrik handele es sich um den ersten europäischen Lithiumkonverter.

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Die Investitionsentscheidung für alle Produktionsschritte hänge unter anderem noch von Gesprächen über bereits beantragte beziehungsweise weitere Fördergelder ab, hieß es. Bei laufendem Betrieb der Gesamtanlage würden rund 160 Mitarbeiter beschäftigt. Pro Jahr sollen rund 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid produziert werden. Das entspricht einem Bedarf von rund 500.000 Elektrofahrzeugen.

Geschlossener Kreislauf für Lithium das Ziel

Unternehmenschef Dirk Harbecke will nach eigenen Angaben das Lithium in Kanada abbauen. Das Metall soll noch an Ort und Stelle konzentriert und dann nach Deutschland exportiert werden, um es zu batteriefähigem Lithiumhydroxid zu veredeln. Entscheidend für das Unternehmen dürfte nach Einschätzung von Experten vor allem sein, ob das Lithium tatsächlich in ausreichendem Umfang nach Europa geliefert werden kann.

"Unser Ziel ist, als erstes Unternehmen weltweit einen geschlossenen Kreislauf für Lithium zu schaffen", sagte Harbecke am Montag. Guben erscheine als idealer Standort. Auch spielten Fördermöglichkeiten eine maßgebliche Rolle. Bis 2030 sollen rund 50 Prozent der eingesetzten Rohstoffe aus dem Recycling von Altbatterien gewonnen werden.

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Grundstoffe für Lithium-Ionen-Batterien seien ein Schlüssel für den Erfolg der Elektromobilität, sagte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) laut Pressemitteilung. In Brandenburg sei damit künftig die komplette Wertschöpfungskette von der Rohstoffaufbereitung über die Batterie- und Zellfertigung bis zum E-Autobau sowie Batterierecycling zu Hause. Für die Lausitz würden sich dadurch konkrete Chancen für neue Wertschöpfung und zukunftssichere Arbeitsplätze ergeben.

"Wir werden das Unternehmen mit unseren Services weiter unterstützen", sagte der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Brandenburg, Steffen Kammradt. Die Ansiedlung reihe sich in Investitionen von Tesla, BASF und des Batterieherstellers Microvast ein.

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