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Brandbekämpfung: Berliner Feuerwehr erhält vier Einsatzdrohnen zur Aufklärung

Die Berliner Feuerwehr wird Drohnen an unübersichtlichen Einsatzstellen einsetzen, statt das Leben der Feuerwehrleute zu gefährden.
/ Andreas Donath
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Nicht gerade in den typischen Einsatzfarben gehalten - die Drohne der Feuerwehr Berlin. (Bild: Berliner Feuerwerk)
Nicht gerade in den typischen Einsatzfarben gehalten - die Drohne der Feuerwehr Berlin. Bild: Berliner Feuerwerk

Die Berliner Feuerwehr erkundet die Lage bei unübersichtlichen Einsatzstellen(öffnet im neuen Fenster) künftig mit Drohnen. Die unbemannten Flugkörper sind mit einer Wärmebildkamera ausgestattet, so dass sich auch ohne offene Flammen Hitzequellen aufspüren lassen. Die Feuerwehrleute müssen sich so weniger oft selbst gefährden.

"Der Einsatz von Drohnen bei der Feuerwehr ist folgerichtig. Dort wo das menschliche Auge ohne Gefahr nicht mehr hinkommt, soll das technische Auge helfen Leben zu retten" , sagte Andreas Geisel (SPD), Senator für Inneres und Sport.

Suche nach Personen aus der Vogelperspektive

Mit den Drohnen soll aber nicht nur die Brandbekämpfung erleichtert werden. Auch bei Überschwemmungen oder Großschadenereignissen soll die neue Perspektive von oben klarer zeigen, wo Einsatzkräfte agieren müssen. Auch die Suche nach vermissten Personen kann mit Hilfe der Wärmekameras sehr viel einfacher erfolgen – allerdings nur im offenen Gelände und nicht im Inneren von Gebäuden und ähnlichem.

Anweisungen per Lautsprecher

Mittels Lautsprecher kann die Feuerwehr zudem Anweisungen an Personen geben, etwa um einen Fluchtweg zu beschreiben. Ob es ein Mikrofon gibt, so dass eine echte Zwei-Wege-Kommunikation möglich ist, bleibt bislang offen. Es handelt sich um Drohnen des Typs DJI Mavic 2 Enterprise .

DJI Mavic Pro 2 Zoom Enterprise
DJI Mavic Pro 2 Zoom Enterprise (02:15)

Die Mavic 2 Enterprise wird mit einem 2.400-Lumen-Scheinwerfer, einem 100-Dezibel-Lautsprecher und einem Blitzlicht verkauft. Der Lautsprecher ermöglicht es dem Piloten, bis zu zehn benutzerdefinierte Aufnahmen ferngesteuert abspielen zu lassen. Der Stroboskop-Blitz soll noch aus fünf km Entfernung zu sehen sein. Die Drohne verfügt über einen Akku, der beheizt wird, was Flüge bei kälterem Wetter ermöglicht. Die Flugzeit wird mit 31 Minuten angegeben. Die Kamera nimmt 4K-Material mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde auf und verfügt über einen 2-fach optischen Zoom. Der Preis liegt bei etwa 2.000 Euro.

Die insgesamt vier Drohnen werden auf den Führungsfahrzeugen der Berliner Feuerwehr mitgeführt und von Drohnentrupps gesteuert.


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