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Spielentwickler Wolfgang Walk: "Immer wieder neu lackierter Dreck"

Spielentwickler Wolfgang Walk (Albion, Die Siedler, Incubation, Schleichfahrt) rechnet mit der Games-Branche ab: Sie habe ihre Kreativität und Subversivität verloren.

Artikel veröffentlicht am ,
Spielentwickler Wolfgang Walk
Spielentwickler Wolfgang Walk (Bild: Wolfgang Walk)

"Besonders furchtbar ist es im AAA-Bereich", schreibt Wolfgang Walk. Der Branchenveteran, der bei Blue Byte an Klassikern wie Albion, Die Siedler, Incubation und Extreme Assault mitgearbeitet hat, rechnet in seinem Blog mit hierzulande ungewohnter Härte mit der Spieleindustrie ab. Mit offensichtlichem Bezug auf Call of Duty und Battlefield sieht er eine "Handvoll Giganten mit Milliardenumsätzen, die mit gegenseitig abgestimmten Release-Kalendern dem Spieler den immer wieder neu lackierten Dreck vorsetzt". Der Markt werde "von Menschen auf dem ethischen Niveau von Waffenhändlern" beherrscht.

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Walk schreibt, dass er Computerspiele an sich liebt: "Für mich ist es keine Frage, dass Games das Zeug haben (oder besser: hatten), die große Kunstform der Gegenwart zu sein", aber sie hätten eben schon vor Jahren ihre "Seele, Kreativität und Subversivität verkauft".

Massive Fehlentwicklungen gibt es nach Auffassung von Walk nicht nur im AAA-Segment, sondern auch im Bereich Free-to-Play: Den hätten sich "zum größten Teil Anzüge angeeignet, für die ein Spiel nicht mal mehr Ware ist", sondern eben nur noch ein Produkt, mit dem Geld verdient werde.

Auch an den Indie-Games, denen an sich offenbar durchaus die Sympathie von Walk gehört, lässt er kein gutes Haar. "Letzten Endes dient der Indie-Bereich als selbstausbeuterischer Qualifikationsnachweis, um dann anschließend im AAA- oder FTP-Bereich (in der Regel immer noch selbstausbeuterisch) arbeiten zu dürfen." Titel wie Minecraft seien da eher die große Ausnahme und nicht die Regel.

Walk sagt, dass die Entwicklung der großen Blockbuster heutzutage "vorwiegend eine Materialschlacht" sei, "in der es auf eine Handvoll Millionen nicht mehr ankommt, da am Tag eins mit der Hilfe von unentrinnbaren Marketingkampagnen und einer überwiegend nur komplizenhaften Presse 20 Millionen Kopien in den Markt gedrückt werden und ein mittlerer neunstelliger Umsatz an Tag eins fast schon als Flop gilt."

Sonderlich große Hoffnungen auf Veränderungen in der Branche macht sich Wolfgang Walk offenbar nicht. Änderungen könnten nur von den Kunden ausgehen, die aber in erster Linie die Millionenprojekte kauften und Indies missachteten.

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Michael H. 26. Nov 2013

Supernatural, Game of Thrones, Walking Dead und Breaking Bad sind allesamt ultrasuper...

Hotohori 25. Nov 2013

Dito. Ich hab das Spiel aber auch erst später gespielt und wusste von dessen Schwächen...

Hotohori 25. Nov 2013

Genau, weil hat ja eh Jeder recht, wozu noch Quellen? ;)

Hotohori 25. Nov 2013

Wenigstens nicht von EA. ;) Ubisoft ist da noch das kleinere Übel, die bringen wenigsten...

Hotohori 25. Nov 2013

Von Siedler 2 gabs ja vor Jahren mal ein schönes Remake, das kann man echt empfehlen.


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