Branchengerüchte: Samsung will sich ein neues Image zulegen

Wenn die australische Branchenpublikation Channel News(öffnet im neuen Fenster) recht behält, plant Samsung auf der Anfang Januar in Las Vegas stattfindenden CES die Vorstellung eines neuen Markenimages. Channel News erwähnt das in einem Kommentar über den Wettbewerb zwischen Apple und Samsung nur kurz und beruft sich auf eingeweihte Kreise. Offenbar wurde die Meldung geändert, denn laut Slashgear(öffnet im neuen Fenster) war dort ursprünglich noch zu finden, wer die neue Marke entwickeln soll.
Der bekannte Markenspezialist Scott Bedbury soll mit seiner Firma Brandstream(öffnet im neuen Fenster) dafür verantwortlich sein. Bedbury genießt in der Marketingbranche hohes Ansehen, vor allem durch seine Kampagnen für Nike und Starbucks. Für den Sportartikelhersteller entwickelte er in den 1980er Jahren die Kampagne "Just Do it", bevor er sich selbstständig machte.
Sollte Samsung sein Image in zwei Monaten wirklich ändern wollen, wäre das wenig überraschend. Trotz großer Erfolge am Markt sieht sich das Unternehmen vor allem durch länger etablierte Marken und deren Marketingkampagnen unter Druck gesetzt.
Marken ändern sich immer schneller
Dass der Name "Samsung" in den Köpfen mancher Konsumenten weniger wert ist als beispielsweise Apple, nutzte Samsung auch in einem Werbevideo(öffnet im neuen Fenster) zum Smartphone Galaxy S 2, das den iPhone-Hype auf die Schippe nahm. Ein offensichtlich für ein neues iPhone vor einem Geschäft kampierender Nutzer meint darin " Ich könnte mir nie ein Samsung kaufen, ich bin kreativ." Sein Freund weist ihn dann darauf hin, dass er bei Starbucks Kaffee kocht.
Auch der Ausspruch eines britischen Richters, Samsungs Tablets seien " weniger cool " als die iPads, dürfte in den Ohren der Marketingabteilung des koreanischen Elektronikriesen noch lange nachhallen. Apple freute sich über das Zitat so sehr, dass es gleich in einer richterlich angeordneten Richtigstellung auftauchte – was der Richter aber gar nicht gut fand .
Die Beispiele zeigen, dass der Wettbewerb heute nicht mehr nur mit technischen Vorteilen ausgefochten wird, sondern auch mit dem Image einer Marke. Dazu wechseln auch lange etablierte Unternehmen immer öfter ihre "Corporate Identity", was durch eine Änderung am Firmenlogo am deutlichsten sichtbar wird. Bei Samsung war das zuletzt 1993 der Fall, wie dem Firmenblog Samsung Village(öffnet im neuen Fenster) zu entnehmen ist. Auch ein anderer Elektronikhersteller ging vor nicht allzu langer Zeit diesen Schritt: Anfang 2006 ließ Intel die Bestandteilsmarke(öffnet im neuen Fenster) "Intel inside" fallen und änderte sein Logo, das zuvor 37 Jahre unverändert blieb.